06 February 2026, 06:44

400.000-Euro-Polizeieinsatz in Tübingen: Wer trägt die Verantwortung für die hohen Kosten?

Eine große Gruppe von Polizeibeamten steht vor einer Menge von Menschen auf einer Straße, die von Bäumen und Gebäuden mit Fenstern umgeben ist, unter einem bewölkten Himmel, mit einigen Menschen, die Kameras halten, was auf eine Demonstration in Berlin, Deutschland, hindeutet.

Polizeieinsatz während Streit mit AfD kostet über 400.000 Euro - 400.000-Euro-Polizeieinsatz in Tübingen: Wer trägt die Verantwortung für die hohen Kosten?

Ein politischer Streit in Tübingen führte zu Polizeikosten von über 400.000 Euro. Bei dem Vorfall Anfang September waren Oberbürgermeister Boris Palmer und der AfD-Landesvorsitzende Markus Frohnmaier beteiligt. Während die Außendemonstration friedlich blieb, mussten Beamte im Inneren der Veranstaltung eingreifen, um Störende zu entfernen.

Der Einsatz erforderte 5.480 Polizeistunden, wobei 485 Beamte im Einsatz waren. Frohnmaier machte Gegenprotestler und mögliche Provokateure für die hohen Ausgaben verantwortlich. Er argumentierte, deren Anwesenheit habe die Situation eskalieren lassen.

Die Tübinger SPD-Politikerin Dorothea Kliche-Behnke kritisierte Bürgermeister Palmer dafür, eine Absprache mit der AfD getroffen zu haben. Sie warf ihm vor, durch seine Entscheidung die kostspielige Operation unnötig ausgelöst zu haben. Palmer hingegen verteidigte die Ausgaben mit dem Hinweis, dass "Demokratie ihren Preis wert" sei.

Unabhängig davon wurde um den 23. Januar 2026 ein Angriff auf Polizeibeamte in Tübingen gemeldet. Palmer forderte daraufhin strengere Strafen, wie die Stuttgarter Zeitung berichtete. Weitere gewalttätige Proteste im Zusammenhang mit dem September-Ereignis wurden nicht registriert.

Die Stadt Tübingen bleibt auf Kosten von 404.369 Euro für den Polizeieinsatz sitzen. Nun stellt sich die Frage, wie ähnliche Ausgaben bei künftigen Konflikten vermieden werden können. Die Debatte über öffentliche Sicherheit und politische Vereinbarungen dauert an.