80-Jähriger im Rollstuhl entgeht nur knapp Zugunglück an ungesichertem Bahnübergang
Wenzel Weinhold80-Jähriger im Rollstuhl entgeht nur knapp Zugunglück an ungesichertem Bahnübergang
80-Jähriger im Rollstuhl: 76-Jährige entgeht nur knapp schwerem Unfall an ungesichertem Bahnübergang
Eine 76-jährige Frau hat am Donnerstagnachmittag nahe Mittelurbach bei Bad Waldsee nur knapp einen schweren Unfall verhindert, als sie einen 80-jährigen Mann im Rollstuhl über einen ungesicherten Bahnübergang schob. Beide blieben unverletzt, doch die Behörden haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet.
Gegen 15:45 Uhr begann die Frau, die Gleise mit dem Rollstuhl zu überqueren. Später gab sie zu, weder das rote Warnlicht noch den herannahenden Zug von Kißlegg nach Aulendorf bemerkt zu haben. Der Lokführer entdeckte die beiden rechtzeitig, betätigte sofort die Pfeife und leitete eine Notbremsung ein.
Trotz der schnellen Reaktion des Fahrers kam der Zug erst nach Passieren des Übergangs vollständig zum Stehen. Die Frau zog ihren Begleiter im letzten Moment zurück – eine Kollision konnte so gerade noch verhindert werden. Verletzte gab es keine.
Die Bundespolizeidirektion Konstanz prüft den Vorfall nun wegen des Verdachts der Störung des Bahnbetriebs. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Deutschland jährlich zwischen 150 und 200 ähnliche Vorfälle an ungesicherten Übergängen registriert. Meist waren Fußgänger oder Rollstuhlfahrer betroffen, oft mit leichten Verletzungen oder Sachschäden.
Ob Anklage erhoben wird, soll die weitere Untersuchung zeigen. Die Behörden mahnen erneut zur Vorsicht an Bahnübergängen – insbesondere an solchen ohne Schranken. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die von ungesicherten Bahnkreuzungen ausgehen.






