08 February 2026, 06:40

900 Menschen demonstrieren in Mannheim für kurdische Rechte in Syrien

Eine Gruppe von Menschen marschiert nachts die Straße entlang und hält ein Schild mit der Aufschrift "Wir stehen zu den tapferen kurdischen Menschen", mit einem geparkten Van, Straßenlaternen, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

900 Menschen demonstrieren in Mannheim für kurdische Rechte in Syrien

Rund 900 Menschen gingen am Samstag in Mannheim auf die Straße, um ihre Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung in Syrien zu zeigen. Die Demonstration begann am Alten Meßplatz und zog als friedlicher Marsch durch die Innenstadt, der mehr als zwei Stunden dauerte.

Die Veranstaltung startete gegen 14:45 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Alten Meßplatz. Die Teilnehmenden zogen anschließend durch die zentralen Straßen Mannheims, trugen Transparente und skandierten Parolen zur Unterstützung der kurdischen Rechte.

Die Demonstration endete gegen 17 Uhr am Ehrenhof, wo die Organisator:innen eine Abschlusskundgebung abhielten. Während der gesamten Veranstaltung gab es keine Störungen oder Zwischenfälle.

Die kurdische Bevölkerung in Syrien, insbesondere in der Region Rojava, sieht sich seit Beginn des Konflikts 2011 wechselnden internationalen Reaktionen ausgesetzt. Westliche Mächte, angeführt von den USA, leisteten zwischen 2014 und 2019 taktische militärische Unterstützung im Kampf gegen den IS, darunter Luftangriffe und Waffenlieferungen. Unter dem damaligen US-Präsidenten Trump zogen zwar Teile der Truppen ab, doch stationieren die USA auch 2026 noch rund 900 Soldaten in der Region. Die Vereinigten Staaten unterstützen die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) weiterhin politisch und militärisch, während humanitäre Hilfe von UN-Organisationen, EU-Ländern wie Deutschland und Frankreich sowie NGOs wie Ärzte ohne Grenzen und dem Roten Kreuz kommt. Die Türkei hingegen bleibt ablehnend und führte noch 2024 Militäroperationen in der Region durch.

Der Marsch in Mannheim endete ohne Zwischenfälle und unterstrich die Botschaft der Solidarität. Die Unterstützung für die kurdische Sache in Syrien hält an, auch wenn die politische und humanitäre Lage in der Region weiterhin komplex bleibt. Die internationale Einbindung prägt nach wie vor die Dynamik vor Ort.