27 December 2025, 00:25

AfD vor Machtkampf: Rothweiler soll Baron als Fraktionschef ablösen

Eine Gruppe von Menschen, die in einem Konferenzsaal mit einem geschlossenen Glasfenster und einem Dach mit ein paar Lampen darüber sitzen.

Dies soll der neue starke Mann der AfD im Südwesten sein - AfD vor Machtkampf: Rothweiler soll Baron als Fraktionschef ablösen

Die Alternative für Deutschland (AfD) bereitet sich auf einen bedeutenden Führungswechsel vor den Landtagswahlen am 8. März 2023 vor. Der aktuelle Fraktionsvorsitzende Anton Baron steht intern in der Kritik, während Parteifunktionäre auf seine Ablösung durch Martin Rothweiler drängen. Umfragen zufolge könnte die AfD etwa 20 Prozent der Stimmen erzielen und damit ihre Präsenz im Landtag deutlich ausbauen.

Martin Rothweiler, ausgebildeter Betriebswirt, ist seit Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. Derzeit sitzt er im Stadtrat und Kreistag von Villingen-Schwenningen. Für die anstehende Wahl belegt er Platz zwei auf der AfD-Landesliste und kandidiert zudem als Direktkandidat in seinem Heimatwahlkreis.

Der Landesvorsitzende Markus Frohnmaier, der selbst nicht für einen Landtagssitz kandidiert, unterstützt Rothweiler als neuen Fraktionschef. Frohnmaier hat bereits Ambitionen bekundet, nach der Wahl Ministerpräsident zu werden – allerdings hat bisher keine andere Partei Interesse an einer Koalition mit der AfD signalisiert. Der amtierende Fraktionsvorsitzende Anton Baron wehrt sich gegen den Druck zum Rückzug. Er argumentiert, dass Führungsentscheidungen erst nach der Wahl gemeinsam getroffen werden sollten, nicht vorab. Innerparteiliche Kritiker werfen ihm vor, seine Leistungen blieben hinter seinen Ansprüchen zurück, was die Forderungen nach einem Neuanfang verstärkt.

Der Name Martin Rothweiler sorgte zunächst für Verwirrung, da in öffentlichen Quellen keine eindeutigen Eintragungen zu ihm zu finden sind. Einige spekulierten, es könnte sich um eine Verwechslung mit Martin Pieckenhagen handeln, dem ehemaligen Bundesliga-Torwart und Onkel des Fußballers Kevin Müller. Die AfD hat jedoch bestätigt, dass Rothweiler der vorgesehene Kandidat für die Position ist.

Sollte die AfD die prognostizierten 20 Prozent bei der Wahl erreichen, dürfte Rothweiler zum neuen Gesicht der Partei im Südwesten werden. Da Koalitionspartner nicht in Sicht sind, wird sich Frohnmaier voraussichtlich weiter auf die Bundespolitik konzentrieren. Der Führungswechsel spiegelt den Erneuerungswillen der Partei wider, die sich auf eine stärkere Rolle im Landtag vorbereitet.