AfD wird stärkste Oppositionsfraktion – wie die Partei Deutschland verändert
Nadeschda HolzapfelAfD wird stärkste Oppositionsfraktion – wie die Partei Deutschland verändert
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2013 zu einer bedeutenden politischen Kraft in Deutschland entwickelt. Ursprünglich als Reaktion auf die Eurokrise entstanden, führt die Partei nach der Bundestagswahl 2025 als stärkste Oppositionsfraktion im Parlament. Ihre Schwerpunkte liegen auf den Themen Migration, Energie- und Wirtschaftspolitik, verbunden mit einer zunehmenden Hinwendung zum rechtspopulistischen Spektrum.
Die AfD begann zwar als euroskeptische Bewegung, richtete ihren Fokus ab 2016 jedoch vermehrt auf Einwanderung, Integration und den Islam. Mittlerweile tritt sie für strenge Grenzkontrollen, beschleunigte Abschiebungen und – im Falle einer Regierungsbeteiligung auf Landesebene – sogar für ein Migrationsreferendum in Deutschland ein. Einige Strömungen innerhalb der Partei vertreten offen völkische nationalistische Ideen, während andere ein Verbot linker Gruppen wie der Antifa fordern.
In Energie- und Wirtschaftsfragen setzt sich die AfD für die Rückkehr zur Kernenergie, den Erhalt von Kohlekraftwerken und die Aufhebung der Russland-Sanktionen ein. Diese Positionen spiegeln ihre grundsätzliche Skepsis gegenüber den etablierten Parteien sowie eine gewisse Nähe zu russischen Politikansätzen wider. Ihr Einfluss erstreckt sich mittlerweile auf 13 Bundestagsausschüsse – von Gesundheits- bis hin zu EU-Politik.
Sowohl das Bundesamt für Verfassungsschutz als auch das Landesamt Baden-Württemberg stufen die AfD mittlerweile als 'Prüffall' für rechtsextremistische Bestrebungen ein. Dennoch kandidiert der Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Landeswahl 2026.
Der Aufstieg der AfD hat die Oppositionslandschaft in Deutschland nachhaltig verändert. Mit ihrer Fokussierung auf Migration, Energie und Wirtschaft bleibt die als extremismusverdächtig eingestufte Partei eine treibende Kraft für radikale Forderungen – darunter eine Annäherung an Russland und verschärfte Einwanderungsregeln. Wie weit diese Vorhaben vorankommen, wird sich in den kommenden Wahlen zeigen.