08 May 2026, 10:19

Agostea-Auktionen: Wer sichert sich die letzten Relikte des Kultclubs?

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines unordentlichen Raums mit Säulen, Skulpturen und verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, das eine Decke mit Stangen und Lampen zeigt.

Agostea-Auktionen: Wer sichert sich die letzten Relikte des Kultclubs?

Die legendäre Diskothek Agostea in Koblenz schloss 2021 nach vier Jahrzehnten ihre Türen. Nun werden die verbleibenden Gegenstände in einer Reihe von Auktionen versteigert – und wecken europaweit Interesse. Fans wie Unternehmen möchten sich ein Stück der Clubgeschichte sichern.

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Die erste Versteigerung fand Ende März statt und bot ungewöhnliche Objekte wie eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine. Bieter kamen aus Belgien, Rumänien und der Schweiz, darunter ein Ingenieur aus Zürich, der etwa 500 Kilometer zurücklegte, um seine Erwerbung abzuholen – nachdem er Koblenz am Rhein mit seinem Schweizer Namensvetter verwechselt hatte.

Viele Stücke bleiben in der Stadt: Lokale Betriebe ersteigerten Andenken, um das Erbe des Clubs zu bewahren. Aktuell läuft eine zweite Auktion mit über 100 weiteren Objekten, darunter eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege. Bis zum 13. Mai können Fans noch mitbieten und sich ein Relikt aus der Agostea-Zeit sichern.

Die Erlöse fließen in den Rückbau der bestehenden Clubgebäude. Die Zukunft des Geländes ist indes noch offen. Ein gastronomisches Konzept wurde vorgeschlagen, doch ein Betreiber oder ein finaler Plan stehen noch aus.

Die Auktionen markieren das Ende einer Ära für die Agostea, die 40 Jahre lang das Koblenzer Nachtleben prägte. Auch wenn das nächste Kapitel des Standorts noch ungewiss ist – durch die Versteigerungen leben Teile des Clubs weiter, sei es in privaten Sammlungen oder lokalen Betrieben. Mit dem Ende der Gebote am 13. Mai rückt auch das letzte Stück Agostea einem Neuanfang näher.

Quelle