09 May 2026, 06:44

Apothekenbranche kämpft mit Personalmangel durch Renteneintrittswelle bis 2039

Apotheker in weißem Kittel beim Gespräch mit einem Kunden an der Apotheke, mit Regalen voller Flaschen und Körben im Hintergrund.

Apothekenbranche kämpft mit Personalmangel durch Renteneintrittswelle bis 2039

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer wachsenden Personalkrise, da ältere Mitarbeiter in den Ruhestand gehen

Fast ein Drittel der Apotheker ist mittlerweile 56 Jahre oder älter – eine Entwicklung, die in den kommenden Jahren zu einem massiven Fachkräftemangel führen könnte. Das Problem beschränkt sich nicht auf Apotheken: Bis 2039 werden Millionen Beschäftigte in ganz Deutschland den Arbeitsmarkt verlassen.

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Die Zahlen für 2024 zeigen einen deutlichen Alterungstrend in der Branche: Rund 30 Prozent der Apotheker sind 56 Jahre oder älter, davon 13,5 Prozent zwischen 56 und 60 Jahren. Weitere 6,5 Prozent haben bereits das 66. Lebensjahr überschritten. Jüngere Jahrgänge sind dagegen unterrepräsentiert: Nur 12,5 Prozent sind zwischen 31 und 35 Jahre alt, und 10,7 Prozent unter 30.

Das Durchschnittsalter variiert je nach Arbeitsbereich. In öffentlichen Apotheken liegt es bei 48,4 Jahren, wobei Männer im Schnitt etwas älter sind als Frauen. Krankenhaus- und Industrieapotheker sind mit 41,3 bzw. 43 Jahren jünger. Apothekenleiter hingegen bringen es auf ein Durchschnittsalter von 53,6 Jahren.

Auch der Arbeitsmarkt insgesamt zeigt ein ähnliches Bild: Bis 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen Beschäftigte – fast ein Drittel der Erwerbstätigen von 2024 – das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreichen. Dieser massenhafte Austritt droht zahlreiche Branchen, darunter die Apotheken, personell auszutrocknen.

Um die drohende Lücke zu schließen, müssen Apotheken nun gezielt Nachwuchs gewinnen. Gleichzeitig gilt es, Arbeitsabläufe zu optimieren und erfahrene Mitarbeiter zu halten, um die Versorgung langfristig zu sichern.

In den nächsten 15 Jahren wird die Ruhestandswelle die Belegschaft in Apotheken spürbar schrumpfen lassen. Ohne Gegenmaßnahmen riskiert der Sektor erhebliche Personalengpässe, sobald die ältere Generation ausscheidet. Die Gewinnung junger Fachkräfte und eine Steigerung der Effizienz bleiben entscheidend, um die Stabilität in der Patientenversorgung und im Betriebsablauf zu gewährleisten.

Quelle