Audi setzt auf neue Führungskräfte für globale Strategie und Innovation
Wenzel WeinholdAudi setzt auf neue Führungskräfte für globale Strategie und Innovation
Die Audi Group hat eine Reihe hochkarätiger Personalentscheidungen in ihren Marken und Divisionen bekannt gegeben. Die Veränderungen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Zusammenarbeit zwischen den Tochtergesellschaften zu stärken und sich an die sich wandelnden Marktanforderungen anzupassen. Wichtige Positionen bei Lamborghini, dem Audi-Werk Neckarsulm und dem chinesischen Joint Venture wurden neu besetzt.
Fred Schulze, bisheriger Leiter des Audi-Standorts Neckarsulm, übernimmt nun die Führung des Joint Ventures mit SAIC in China. In seiner neuen Rolle konzentriert er sich auf die Erweiterung der Modellpalette – der Start des Audi E7X steht bevor, ein weiteres Fahrzeug ist für 2027 geplant. Die Versetzung folgt auf die jüngste Markteinführung des Audi E5 Sportback in China.
Thomas Bogus, der zuletzt das inzwischen geschlossene Audi-Werk in Brüssel leitete, wird die Führung in Neckarsulm übernehmen. Zu seinen Aufgaben gehört die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Produktion sowie die Standortentwicklung. Die Berufung zielt darauf ab, die Fertigungsprozesse zu modernisieren und das Werk mit den langfristigen technischen Zielen von Audi in Einklang zu bringen.
Bei Lamborghini wurde Fermín Soneira zum neuen Technologievorstand (CTO) ernannt und löst damit Rouven Mohr ab, der am 1. März 2026 als Leiter der Technischen Entwicklung in den Vorstand der Audi AG wechselte. Soneiras Amtsantritt fällt mit einer bedeutenden Kurskorrektur in Lamborghinis Elektrostrategie zusammen: Der Lanzador, ursprünglich als rein elektrisches Modell geplant, wird nun als Plug-in-Hybrid debütieren. Die Entscheidung spiegelt die geringere als erwartete Nachfrage nach rein elektrischen Hochleistungs-Luxusfahrzeugen wider.
Audi-Chef Gernot Döllner bezeichnete die Veränderungen als strategische Maßnahmen, um die Progressive-Markengruppe weltweit zu stärken. Die Umbesetzungen sollen den Wissensaustausch in den Bereichen Technische Entwicklung, Produktion und wichtige Regionalmärkte verbessern.
Die Personalentscheidungen unterstreichen den klaren Fokus auf technische Innovation, Marktflexibilität und markenübergreifende Zusammenarbeit. Lamborghinis überarbeitete Pläne für Elektrofahrzeuge und Audis Vorstoß in Richtung KI-gestützter Fertigung verdeutlichen die sich wandelnden Prioritäten der Gruppe. Die neue Führungsstruktur soll in den kommenden Monaten greifen.






