Baden-Württemberg baut Innovationscampus für mehr Sicherheit und Verteidigung auf
Cordula RingBaden-Württemberg baut Innovationscampus für mehr Sicherheit und Verteidigung auf
Baden-Württemberg startet neue Initiative zur Stärkung von Sicherheit und Verteidigung
Baden-Württemberg lanciert eine neue Initiative, um die Sicherheit und Verteidigung durch engere Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Politik zu stärken. Der Innovationscampus für Sicherheit und Verteidigung, der sich um die Universität Stuttgart herum entwickelt, soll ein kooperatives Ökosystem für Unternehmen, Start-ups und zentrale Akteure der Bundesländer schaffen. Der Schritt unterstreicht die wachsende Rolle des Landes als einer der führenden Standorte Deutschlands für die Sicherheits- und Rüstungsindustrie.
Erst kürzlich veranstaltete die Landesregierung in Stuttgart den Sicherheits- und Verteidigungspolitischen Dialog, um Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft, Streitkräften und Sicherheitsbehörden der Bundesländer zusammenzubringen. Die Veranstaltung betonte das Engagement Baden-Württembergs, seine Verteidigungsfähigkeiten bis 2029 auszubauen – im Einklang mit den übergeordneten Zielen der EU und Deutschlands.
Die Landesregierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und Verteidigung durch branchenübergreifende Kooperationen zu fördern. So wurden ein Runder Tisch für Sicherheit und Verteidigung eingerichtet sowie ein Lenkungsausschuss, der Initiativen ressortübergreifend koordiniert. Zudem wurden neue Gesetze verabschiedet, um Bauprojekte für die Bundeswehr zu beschleunigen.
Beim Verteidigungspolitischen Dialog diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Wege zur Vertiefung der Zusammenarbeit. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Freiheit verteidigen, Zusammenarbeit stärken, gemeinsam vorankommen“ gab den Ton vor, während Workshops sich mit Forschung, Technologietransfer und resilienten Lieferketten befassten. Die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben sowie Unternehmer BW boten Unterstützung in Bereichen wie Krisenvorsorge, Cybersicherheit und Rüstungslieferketten an.
Baden-Württemberg spielt eine zentrale Rolle in Deutschlands Verteidigungssektor und beschäftigt 42.000 Menschen – fast ein Viertel der bundesweiten Beschäftigten in diesem Bereich. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, dass Europa mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen müsse. Er verwies auf die innovativen und industriellen Stärken der Region als Schlüssel, um das Verteidigungsbereitschaftsziel bis 2029 zu erreichen. Der neue Innovationscampus soll traditionelle Grenzen zwischen Forschung, Wirtschaft und Start-ups der Bundesländer überwinden. Durch engere Partnerschaften will das Land die Entwicklung von Sicherheits- und Verteidigungslösungen beschleunigen.
Der Innovationscampus für Sicherheit und Verteidigung wird als zentrale Plattform für die Zusammenarbeit in Baden-Württemberg dienen. Mit politischen Dialogen und gesetzlichen Anpassungen strebt das Land an, bis 2029 maßgeblich zu den Verteidigungszielen der Bundesländer und der EU beizutragen. Dank einer starken industriellen Basis und einem Fokus auf Innovation positioniert sich die Region als Vorreiter in der Sicherheits- und Verteidigungsentwicklung.