15 January 2026, 18:46

Baden-Württemberg bekommt 26 moderne Doppeldecker-Triebzüge für 500 Millionen Euro

Das Innere eines Hochgeschwindigkeitszugs mit Sitzreihen und Tischen, Glasfenstern auf beiden Seiten und einem Bildschirm an der Decke.

Baden-Württemberg bekommt 26 moderne Doppeldecker-Triebzüge für 500 Millionen Euro

Baden-Württemberg erhält 26 neue Doppeldecker-Triebzüge des Typs Coradia Max, nachdem ein großer Auftrag finalisiert wurde. Die Landesagentur für Schienenfahrzeuge, SFBW, unterzeichnete den Vertrag mit dem Hersteller Alstom und erweitert damit ihren Fuhrpark im Rahmen einer umfassenden Vereinbarung aus dem Jahr 2022. Die Züge, die zwischen Mitte und Ende 2028 ausgeliefert werden sollen, werden unter der Marke bwegt in den bekannten Farben Weiß, Gelb und Schwarz im Land unterwegs sein.

Die aktuelle Bestellung geht auf eine Option im Rahmen eines 2022 geschlossenen Vertrags über 130 Fahrzeuge zurück, der auch die langfristige Wartung bis 2055 umfasst. Jeder vierteilige Triebzug besteht aus zwei doppelstöckigen Steuerwagen und zwei einstöckigen Mittelwagen und bietet Platz für 380 Fahrgäste. Der Betrieb wird von DB Regio Baden-Württemberg und Arverio übernommen, wobei die ersten Züge ab Dezember 2026 zum Einsatz kommen sollen.

Die neue Flotte ist mit modernster Signal- und Automatisierungstechnik ausgestattet und entspricht damit den Anforderungen des Projekts Digitaler Knoten Stuttgart. Diese Technologie soll die Effizienz und Zuverlässigkeit auf den wichtigsten Strecken erhöhen. Der Gesamtwert der 26 Züge inklusive des Vollservice-Vertrags beläuft sich auf rund 500 Millionen Euro. Die Auslieferung erfolgt in mehreren Phasen, um eine schrittweise Einführung in das baden-württembergische Streckennetz zu ermöglichen. Die gestaffelte Inbetriebnahme erlaubt ausführliche Tests und die Integration in den Fahrplan, bevor der volle Betrieb aufgenommen wird.

Die zusätzlichen Coradia-Max-Züge werden die Kapazitäten erhöhen und den Schienenverkehr in der Region modernisieren. Ihre schrittweise Lieferung ab 2028 sowie der langfristige Wartungsplan bis 2055 sichern jahrzehntelang verbesserte Reisebedingungen. Das Projekt unterstützt zudem die digitale Schieneninfrastruktur in Stuttgart und legt den Grundstein für künftige Verbesserungen im Verkehrssektor.