Baden-Württemberg investiert 300 Millionen Euro in die Sanierung privater Schulen
Cordula RingBaden-Württemberg investiert 300 Millionen Euro in die Sanierung privater Schulen
Baden-Württemberg hat eine 300-Millionen-Euro-Initiative zur Modernisierung von Gebäuden privater Schulen gestartet. Die Mittel stammen aus dem Nachtragshaushalt 2025/26 und stellen die erste direkte Landesförderung für Sanierungsmaßnahmen an Schulen in freier Trägerschaft dar. Wie offizielle Stellen mitteilen, liegt der Fokus des Programms auf Nachhaltigkeit und der Reduzierung von CO₂-Emissionen – vor allem durch die Aufwertung bestehender Bausubstanz statt durch Neubauten.
Mit der neuen Förderung sollen sowohl Bildungsgerechtigkeit als auch Klimaziele vorangebracht werden. Durch die Priorisierung von Sanierungen erhofft sich die Landesregierung eine Schonung der Ressourcen und eine Verringerung des CO₂-Ausstoßes im Bausektor. Aktuell besucht etwa jedes zehnte Kind in der Region eine Schule in freier Trägerschaft.
Die grüne Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast wird am Tag der Schulen in freier Trägerschaft die Freie Waldorfschule Freiburg-Rieselfeld besuchen. Dabei wird sie erläutern, wie die Mittel verteilt werden und welche Auswirkungen die Förderung auf die örtlichen Einrichtungen haben soll. Die Bereitstellung von 300 Millionen Euro markiert einen politischen Kurswechsel, da frühere Haushalte keine direkten Finanzhilfen für die Infrastruktur privater Schulen vorsahen. Künftig können diese Schulen Landesgelder für dringende Instandsetzungen und energetische Sanierungen beantragen.
Das Programm soll dringend benötigte Modernisierungen an maroden Schulgebäuden im gesamten Land ermöglichen. Mit dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit rechnen die Verantwortlichen mit sinkenden Betriebskosten und einer geringeren Umweltbelastung auf lange Sicht. Die Initiative unterstreicht zudem die wachsende Unterstützung für Schulen in freier Trägerschaft in Baden-Württemberg.