Baden-Württemberg kämpft mit neuem Aktionsplan gegen Flächenverbrauch und Zersiedelung
Cordula RingBaden-Württemberg kämpft mit neuem Aktionsplan gegen Flächenverbrauch und Zersiedelung
Baden-Württemberg verschärft Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs
Die Landesregierung geht nun mit neuen Plänen gegen die weitere Zersiedelung vor: Das Kabinett hat ein Paket zur Flächenersparnis und effizienteren Nutzung bestehender Gebiete beschlossen. Ziel ist es, den täglichen Verbrauch neuer Flächen zu senken – dieser lag zwischen 2016 und 2020 im Schnitt bei 5,6 Hektar.
Geplant ist ein Aktionsplan Flächen sparen, der verschiedene Maßnahmen zur Verringerung des Flächenverbrauchs im Land bündelt. Ein zentraler Baustein ist die Unterstützung der Kommunen, damit diese vorhandene Flächen besser nutzen.
Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, betonte die Bedeutung von Effizienz: "Wir werden die Gemeinden dabei begleiten, bestehende Flächen klüger zu nutzen." Dazu soll eine digitale Übersicht weitere Potenziale für die Innenentwicklung aufzeigen.
Zudem startet das Ministerium Modellprojekte mit ausgewählten Städten und Gemeinden. Diese dienen als "Vorbild" für die Reaktivierung brachliegender Flächen, die Entsiegelung versiegelter Böden und die Renaturierung von Gebieten. Als Anreiz wird zudem eine neue Entsiegelungsprämie in Höhe von rund einer Million Euro pro Jahr eingeführt.
Mit finanziellen Anreizen und praktischer Unterstützung will die Landesregierung den Flächenverbrauch nachhaltiger gestalten. Bis 2024 sollen der Aktionsplan finalisiert und die Pilotprojekte umgesetzt werden – mit dem Ziel, den Neuverbrauch spürbar zu reduzieren.






