Baden-Württemberg rettet US-Forschende mit Millionen-Förderung und einzigartigem Stipendienprogramm
Antonio SchleichBaden-Württemberg rettet US-Forschende mit Millionen-Förderung und einzigartigem Stipendienprogramm
Baden-Württemberg startet neues Programm zur Unterstützung von Nachwuchsforschenden in den USA
Baden-Württemberg hat ein neues Förderprogramm für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen, die in den USA auf Schwierigkeiten stoßen. Die mit 3,6 Millionen Euro ausgestattete Initiative bietet Stipendien für bis zu 14 internationale Forschende an, deren Arbeit aufgrund politischer oder finanzieller Einschränkungen gefährdet ist. Kein anderes Land hat in den vergangenen zwei Jahren vergleichbare Herausforderungen für Wissenschaftler gemeldet – die Maßnahme ist damit eine einzigartige Reaktion auf ein wachsendes Problem.
Das Global Fellowship Program entstand im Rahmen des Förderpakets "Globale Partnerschaft in der Wissenschaft", das der Landtag im September 2025 bewilligt hatte. Es ist Teil einer größeren Investition von 24 Millionen Euro, die auf drei Förderrunden verteilt wird. Die aktuelle Initiative richtet sich speziell an Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, die ihre Projekte in den USA nicht fortsetzen können.
Die Stipendien ermöglichen es den Geförderten, ihre Forschung bis zu zwei Jahre lang eigenständig fortzuführen. Gastaufenthalte sind an drei renommierten Einrichtungen möglich: dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), dem Future Collegium der Universität Konstanz sowie dem College of Fellows (CoF) an der Universität Tübingen. Diese temporären Positionen bieten sowohl Zeit als auch Ressourcen, um exzellente Forschungsbedingungen zu gewährleisten.
Das Programm entstand nach Gesprächen zwischen mehr als 20 deutschen Instituten für fortgeschrittene Studien über die sich wandelnde Forschungslandschaft in den USA. Angesichts des wachsenden Unterstützungsbedarfs entwickelten sie die Stipendien, um jüngeren Forschenden die Freiheit zu geben, ihre Arbeit in Deutschland fortzusetzen. Erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber könnten bereits im Frühjahr 2026 ihre Tätigkeit aufnehmen.
Die Initiative fördert bis zu 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und bietet ihnen Stabilität sowie akademische Freiheit. Da es weltweit keine vergleichbaren Programme gibt, schließt Baden-Württembergs Engagement eine wichtige Lücke in der globalen Forschungsförderung. Die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten könnten bereits Anfang 2026 eintreffen und erhalten dann zwei Jahre lang die Möglichkeit, ihre Arbeit in Deutschland voranzutreiben.






