10 January 2026, 00:42

Baden-Württemberg revolutioniert Holzbau: Neue Regeln ab 2026 für größere Gebäude

Eine Gruppe von Männern in blauen Feuerrettungsuniformen, die nach links schauen und vor einem kleinen Holzschuppen und Rohrrahmen stehen.

Baden-Württemberg revolutioniert Holzbau: Neue Regeln ab 2026 für größere Gebäude

Baden-Württemberg hat seine Bauvorschriften überarbeitet, um den Holzbau zu erleichtern und flexibler zu gestalten. Ab Januar 2026 ermöglichen neue Regelungen den Einsatz von Holz in größeren und komplexeren Gebäuden. Die Änderungen sind Teil von fünf aktualisierten Richtlinien des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen unter der Leitung von Ministerin Nicole Razavi.

Die überarbeitete Holzbaurichtlinie hebt die allgemeinen Größenbeschränkungen für Nutzungseinheiten in Gebäudeklasse 5 auf. Damit kann Holz nun auch in größeren Wohn- und Gewerbeprojekten ohne automatische Einschränkungen verwendet werden. Die Richtlinie erlaubt den Einsatz von Holz zudem in Sonderbauten, wobei bestimmte Einrichtungen wie Krankenhäuser weiterhin eine Brandschutzprüfung benötigen.

Der Brandschutz bleibt ein zentrales Anliegen. Zwar ist Holz nun auch in Gebäuden mit höheren Anforderungen zulässig, doch für größere zusammenhängende Flächen und bestimmte Risikobauten gelten zusätzliche Kontrollen. Die neuen Regeln stellen zudem klar, dass alle Baubeteiligten die Technischen Baubestimmungen einhalten müssen – die Behörden überprüfen die Einhaltung während des Genehmigungsverfahrens. Die Änderungen treten am 12. Januar 2026 in Kraft, parallel zur Aktualisierung der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen. Die Richtlinie umfasst Tragwerksplanung, Brandschutz und ökologische Nachhaltigkeit und soll den Holzbau im gesamten Land vereinfachen.

Die aktualisierten Vorschriften erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Holz in Baden-Württembergs Gebäuden – auch in solchen mit strengen Brandschutzanforderungen. Die Behörden werden die Einhaltung besonders bei größeren oder risikoreichen Projekten überwachen. Die Neuerungen sollen Holz zu einer praktikableren Wahl für ein breiteres Spektrum an Bauvorhaben machen.