07 April 2026, 22:21

Baden-Württemberg setzt 2,5 Millionen Euro für Quanten-Spitzenforschung in Ulm ein

Ein detailliertes industrielles Fabrikinnere mit einer zentralen großen Maschine, umgeben von verschiedenen Maschinen, Rohren, einer Tür, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit dem Text "American Foundry Equipment Co, Indiana" sowie Fenstern und Deckenleuchten.

Baden-Württemberg setzt 2,5 Millionen Euro für Quanten-Spitzenforschung in Ulm ein

Baden-Württemberg investiert 2,5 Millionen Euro in ein neues Quantentechnologie-Projekt, um die industriellen Kapazitäten der Region zu stärken. Die Initiative MiniVeriQant, gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), schafft am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Ulm ein hochmodernes Fertigungs- und Testzentrum. Laut Behörden soll der Schritt Ulm als globalen Vorreiter in der Produktion von Quanten-Systemen positionieren.

Im Mittelpunkt des MiniVeriQant-Projekts steht der Aufbau einer Spitzeninfrastruktur für die Herstellung und Überprüfung miniaturisierter Quantensysteme. Kernstück ist eine Mikroproduktionslinie mit vier hochentwickelten Systemen, die präzise Schablonenerstellung, das Aufbringen ultra-dünner Materialschichten, die strukturelle Integration sowie die optische Signalübertragung übernehmen.

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Die neue Infrastruktur umfasst zudem umfassende Testanlagen. Hochauflösende Elektronenmikroskopie, Prüfstände für Quanten-Speicher, Validierungssysteme für Kommunikationsverbindungen und Vibrationstests sorgen für strenge Qualitätskontrollen. Regionale Partner – von Start-ups und etablierten Unternehmen bis hin zu Forschungseinrichtungen – erhalten Zugang zu diesen Ressourcen.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin des Landes sowie zuständig für Arbeit und Tourismus, betonte die strategische Bedeutung der Investition. Die Förderung stärke die Rolle Baden-Württembergs bei der Entwicklung kritischer Schlüsseltechnologien, so die Ministerin. Das Projekt steht zudem im Einklang mit den Zielen der EU-Initiative STEP, die darauf abzielt, widerstandsfähige Wertschöpfungsketten in Europa aufzubauen und Abhängigkeiten in zentralen Sektoren wie der Quantentechnologie zu verringern.

Die 2,5 Millionen Euro fließen in den Ausbau des Ulmer Quantentechnologie-Ökosystems. Lokale Unternehmen, Forscher und Hersteller erhalten Zugang zu spezialisierten Produktions- und Testwerkzeugen. Die Initiative soll Innovationen beschleunigen und die Position der Region in der globalen Quantenindustrie weiter festigen.

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