28 December 2025, 18:53

Baden-Württemberg treibt mit 1,6 Millionen Euro grüne Wasserstofftechnologie voran

Sodaflaschen mit Pflanzen.

Baden-Württemberg treibt mit 1,6 Millionen Euro grüne Wasserstofftechnologie voran

Baden-Württemberg hat rund 1,6 Millionen Euro an EU-Fördermitteln für ein neues Projekt zur Produktion von grünem Wasserstoff eingeworben. Die Initiative mit dem Namen genAEMStack vereint deutsche und niederländische Forscher, um die Wasserstofftechnologie voranzubringen. Vertreter beider Regionen betonen die Bedeutung dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt des genAEMStack-Projekts steht die Entwicklung eines Elektrolyseur-Stacks – einer zentralen Komponente für die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Ziel ist es, eine flexible Plattform zu schaffen, die Produktinnovationen fördert und regionale Lieferketten stärkt. Das Vorhaben ist Teil der Plattform "Strategische Technologien für Europa" (STEP) der EU, die im März 2024 an den Start ging.

Federführend sind das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Holst Centre in Eindhoven. Beide Einrichtungen blicken auf eine lange Geschichte der Zusammenarbeit zurück, insbesondere in der angewandten Forschung und der wirtschaftlichen Entwicklung. Martijn van Gruijthuijsen, Regionalminister für Wirtschaft in Noord-Brabant, hob den Wert dieser Partnerschaft für den technologischen Fortschritt hervor.

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, das auch für Arbeit und Tourismus zuständig ist, begleitet das Projekt. Die Finanzierung erfolgt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Land erhält für den Zeitraum 2021–2027 rund 279 Millionen Euro aus dem EFRE, um Initiativen wie genAEMStack zu unterstützen, die zur Innovationsstrategie des Landes passen. Zu den Schwerpunkten zählen Zukunftstechnologien, Fachkräfteschulungen, Ressourceneffizienz und Klimaschutz.

Die EFRE-Mittel fließen zudem in die allgemeine Wirtschaftsentwicklung, darunter die Förderung der RegioClusterAgentur BW bis Juni 2029. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte, wie wichtig grenzüberschreitende Innovationen seien, um gemeinsame Herausforderungen in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit zu bewältigen.

Das genAEMStack-Projekt wird mit 1,6 Millionen Euro aus dem EFRE unterstützt und zielt darauf ab, die Produktion von grünem Wasserstoff zu verbessern. Durch die Bündelung des Know-hows von ZSW und Holst Centre sollen neue Komponenten und Fertigungsverfahren entwickelt werden. Die Ergebnisse könnten die regionale Industrie stärken und einen Beitrag zu den europäischen Zielen für saubere Energie leisten.