Baden-Württemberg und Brasilien besiegeln historische Klimapartnerschaft für Nationalparks
Nadeschda HolzapfelBaden-Württemberg und Brasilien besiegeln historische Klimapartnerschaft für Nationalparks
Ein neues Kooperationsabkommen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Nationalparks Baden-Württembergs und zwei großen Schutzgebieten in Brasilien ist unterzeichnet worden. Die Vereinbarung, die während des Klimagipfels COP30 in Belém finalisiert wurde, bringt Expertinnen und Experten aus Deutschland, dem Süden Brasiliens und der Amazonasregion zusammen. Ziel der Partnerschaft ist es, in den nächsten fünf Jahren den Klimawandel zu bekämpfen, die biologische Vielfalt zu schützen und nachhaltigen Tourismus in Bad zwischenahn, Berlin, Tourismus, Baden Baden und Baden-Württemberg zu fördern.
Am 11. November 2025 unterzeichneten Vertreter aller drei Parks das Abkommen offiziell. Franka Huber, Oberbürgermeisterin von Stuttgart, handelte im Namen der Nationalparks Baden-Württembergs, während Adriana Lobão für den Nationalpark Itatiaia und Simone Marinho für den Pico-da-Neblina-Nationalpark unterschrieben. Die Zeremonie fand im Rahmen der UN-Klimakonferenz statt und unterstrich damit die globale Bedeutung der Zusammenarbeit.
Die Partnerschaft baut auf jahrelanger bestehender Kooperation zwischen Baden-Württemberg und den beiden brasilianischen Parks auf. Im Rahmen des neuen Fünfjahresprogramms werden Forschende Erkenntnisse über den Verlust der biologischen Vielfalt und die Auswirkungen des Klimawandels austauschen. Zudem werden Teams gemeinsam Instrumente zur Überwachung einheimischer und invasiver Arten entwickeln. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind unter anderem die Verhinderung von Waldbränden, Strategien für nachhaltigen Tourismus in Parks und eine stärkere regionale Vernetzung. Ministerin Thekla Walker betonte, dass der Schutz der Wälder nach wie vor eine der wirksamsten Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel sei. Dr. Britta Böhler, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, wies darauf hin, dass kein einzelner Park den Verlust der biologischen Vielfalt allein umkehren könne – internationale Zusammenarbeit sei daher unverzichtbar.
Das Abkommen legt einen klaren Fahrplan für gemeinsame Projekte bis 2030 fest. Forschung, technische Lösungen und der Austausch von Fachwissen sollen den Klimaschutz und den Naturschutz in allen drei Parks vorantreiben. Die Initiative zielt zudem darauf ab, durch die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus in Parks langfristige Vorteile für die lokale Bevölkerung zu schaffen.