03 January 2026, 04:45

Baden-Württemberg und Frankreich fordern EU-Reformen für reibungsloseren Binnenhandel

Ein Zug fährt durch einen Tunnel mit Gebäuden im Hintergrund.

Baden-Württemberg und Frankreich fordern EU-Reformen für reibungsloseren Binnenhandel

Vertreter aus Baden-Württemberg und Frankreich trafen sich am 17. November 2025 mit der Europäischen Kommission, um Handelshemmnisse innerhalb des EU-Binnenmarkts zu beseitigen. Die Gespräche knüpften an die Binnenmarktstrategie der Kommission an, die im Mai 2025 vorgestellt worden war und darauf abzielt, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Europas durch vereinfachte grenzüberschreitende Geschäftsabläufe zu stärken.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen praktische Herausforderungen, mit denen Unternehmen im grenzüberschreitenden Handel konfrontiert sind. Die Teilnehmer wiesen auf Fälle hin, in denen Verfahren trotz der Bemühungen der EU um einen reibungslosen Binnenmarkt nach wie vor langsam, uneinheitlich oder übermäßig komplex seien. Baden-Württemberg, das fast die Hälfte seiner Exporte in die EU liefert, sieht sich insbesondere in der Grenzregion zu Frankreich mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert.

Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs, überreichte der EU-Kommission ein Positionspapier mit konkreten Beispielen und Vorschlägen zur Verbesserung des Binnenmarkts. Dies folgte auf ein früheres Dokument mit dem Titel „Für eine stärkere Binnenmarktstrategie“, das das Ministerium bereits im Oktober 2023 vorgelegt hatte. Sylvia M. Felder, Präsidentin der Regierungspräsidiums Karlsruhe, betonte die Notwendigkeit, die Attraktivität der Oberrheinregion zu erhalten und auszubauen. Sie argumentierte, dass effizientere grenzüberschreitende Abläufe sowohl Unternehmen als auch Anwohnern in der Region zugutekämen.

Das Treffen unterstrich die laufenden Bemühungen, den Handel innerhalb der EU zu vereinfachen. Die Vorschläge Baden-Württembergs und die Strategie der Kommission bilden nun die Grundlage für weitere Diskussionen zur Reduzierung von Barrieren. Die Ergebnisse könnten künftige Politiken prägen, die den grenzüberschreitenden Handel in der Region beeinflussen.