Baden-Württemberg will Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik prägen
Antonio SchleichBaden-Württemberg will Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik prägen
Baden-Württemberg will führende Rolle in Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik übernehmen
Die Landesregierung treibt die Positionierung als Vorreiter in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsbranche voran. Kürzlich brachte sie Schlüsselakteure aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Technologiebranche zusammen, um neue Formen der Zusammenarbeit zu erkunden. Angesichts der wachsenden Bedrohungen für kritische Infrastrukturen betonten die Verantwortlichen die Notwendigkeit einer engeren Vernetzung.
Am 28. Mai 2025 forderte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Europa müsse seine Abhängigkeit von externer militärischer Unterstützung verringern. Seine Äußerungen fielen im Rahmen eines Treffens mit Branchenvertretern, bei dem gemeinsame Chancen in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit ausgelotet wurden. Im Mittelpunkt standen dabei Schlüsseltechnologien wie Quantencomputing und künstliche Intelligenz, die für moderne Verteidigungsstrategien zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Innenminister Thomas Strobl warnte, Russland bleibe in Deutschland "hochaktiv". Das Land betreibe demnach Sabotage, Spionage und Desinformationskampagnen mit dem Ziel, zentrale Systeme zu destabilisieren. Der Schutz kritischer Infrastrukturen vor solchen Bedrohungen habe für die Landesbehörden nun höchste Priorität.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut unterstrich die Bedeutung, Fachwissen und Ressourcen zu bündeln. Baden-Württemberg, bereits ein wichtiger Standort für Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, will seine Rolle durch Initiativen wie das Förderprogramm Invest BW weiter ausbauen. Ziel ist ein vernetzter, branchenübergreifender Ansatz zur Bewältigung von Sicherheitsherausforderungen.
Die Strategie der Landesregierung setzt auf Innovation und Kooperation, um sich wandelnden Risiken zu begegnen. Durch die Förderung neuer Technologien und den Ausbau von Partnerschaften strebt Baden-Württemberg an, seine Position als zentraler Akteur in der deutschen Rüstungsindustrie zu festigen. Klar ist: Der Schutz kritischer Infrastrukturen und die Verringerung externer Abhängigkeiten bleiben Kernpunkte der künftigen Planung.






