Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verzögerung wieder offen – doch Probleme bleiben
Cordula RingBahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verzögerung wieder offen – doch Probleme bleiben
Bahnstrecke Hamburg–Berlin nach sechs Wochen Verspätung wieder in Betrieb
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist nach einer sechswöchigen Verzögerung wiedereröffnet worden. Die Modernisierungsarbeiten sind Teil eines umfassenden Plans, der bis Mitte der 2030er-Jahre mehrere Streckenabschnitte sanieren soll. Jeder Korridor wird für ähnliche Bauarbeiten monatelang gesperrt werden müssen.
Die Arbeiten an der Verbindung Hamburg–Berlin begannen mit großen Erwartungen. Harte Winterbedingungen führten jedoch zu erheblichen Rückschlägen, sodass sich die Wiedereröffnung von Anfang Mai auf Mitte Juni verschob. Das Projekt kostete 2,7 Milliarden Euro, wobei ein zusätzlicher Notfallfonds in Höhe von 300 Millionen Euro vollständig aufgebraucht wurde.
Während der Sperrung wurden Fernzüge über Stendal und Uelzen umgeleitet, was die Fahrzeiten verlängerte. Regionalreisende waren monatelang auf Schienenersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Die Installation des neuen europäischen Zugsicherungssystems (ETCS) musste aufgrund der Verzögerungen verschoben werden – eine weitere langfristige Sperrung wird daher in fünf bis zehn Jahren notwendig sein.
Auch nach der Wiedereröffnung hielten technische Probleme an: Aufzüge fielen aus, Züge fielen aus dem Takt, was den Betrieb weiter beeinträchtigte. Die Strecke ist zwar nun wieder befahrbar, doch die Herausforderungen bleiben. Da die ETCS-Installation ausstand, sind künftige Vollsperrungen unvermeidbar. Fahrgäste und Betreiber müssen sich auch in den kommenden Jahren auf Einschränkungen einstellen.
