BAT schließt Südafrikas einziges Zigarettenwerk – 230 Jobs betroffen bis 2026
Cordula RingBAT schließt Südafrikas einziges Zigarettenwerk – 230 Jobs betroffen bis 2026
British American Tobacco (BAT) schließt sein einziges Werk in Südafrika bis Ende 2026. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund des wachsenden illegalen Zigarettenhandels, der die Gewinne schmälert und das Unternehmen zu einer Umstrukturierung seiner Aktivitäten zwingt. Gleichzeitig bleibt der Konzern auf langfristiges Wachstum und Renditen für die Aktionäre fokussiert.
Im Januar 2026 gab BAT Südafrika die Schließung seines Produktionsstandorts in Heidelberg bekannt. Durch den Schritt verlieren etwa 230 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze; die Produktion soll vor 2027 vollständig eingestellt werden. Als Hauptgrund für die Werksschließung nannte das Unternehmen die Dominanz illegaler Zigaretten auf dem Markt.
Die Ankündigung steht im Zusammenhang mit der übergeordneten Finanzstrategie von BAT, die für 2025 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,3 Milliarden Pfund vorsieht. Durch die Verringerung der im Umlauf befindlichen Aktien strebt das Unternehmen an, den Anteil der verbleibenden Investoren zu erhöhen und deren Anspruch auf künftige Gewinne zu steigern.
Trotz der Werksschließung hält BAT an ehrgeizigen Wachstumsprognosen fest. Bis 2026 rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent sowie einem bereinigten Gewinn pro Aktie von 5 bis 8 Prozent. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die Expansion in den Bereich „Neue Kategorien“, etwa nikotinhaltige Produkte ohne Tabak. Langfristig hat sich BAT das Ziel gesetzt, bis 2035 eine „rauchfreie Welt“ zu schaffen.
Die Jahresergebnisse 2025 wird BAT am 12. Februar 2026 vorlegen. Der Bericht soll weitere Einblicke in die finanzielle Lage und die strategische Ausrichtung des Unternehmens geben.
Die Schließung des Werks in Heidelberg markiert einen tiefgreifenden Wandel für BAT in Südafrika. Angesichts des illegalen Handels, der das Geschäft untergräbt, passt der Konzern seine Strukturen an – ohne dabei seine globalen Wachstumspläne aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig profitieren Aktionäre weiterhin vom laufenden Rückkaufprogramm, was das Vertrauen in die finanzielle Stabilität von BAT stärkt.