04 February 2026, 10:36

Beamter unter Verdacht: Neue Ermittlungen zu Totschlag und Datenlecks in Baden-Württemberg

Ein Gebäude mit Graffiti, das "Polizei Mord George Fuck 12 P19" auf der Seite trägt, mit Fenstern und verschiedenen Gegenständen davor.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes in Baden-Württemberg: Finanzbeamter festgenommen - Beamter unter Verdacht: Neue Ermittlungen zu Totschlag und Datenlecks in Baden-Württemberg

Ein Beamter in Baden-Württemberg steht nun unter Verdacht, in einen versuchten Totschlag verwickelt zu sein, und wird entsprechend untersucht. Die Untersuchungen knüpfen an frühere Festnahmen aus dem Jahr 2021 an, die mit einer Schießerei in Verbindung stehen, bei der ein 23-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt wurde. Die Behörden haben ihre Untersuchungen inzwischen auf Vorwürfe der Bestechung und des unbefugten Datenabflusses ausgeweitet.

Im Mittelpunkt des Falls steht eine Schießerei im Mai 2021 in Tamm, bei der ein 23-Jähriger schwerste Verletzungen erlitt. Zwei Tatverdächtige, damals 26 und 27 Jahre alt, wurden im Oktober 2021 in den Niederlanden festgenommen. Ihre Verhaftung markierte den Beginn einer umfassenderen Untersuchung des Angriffs.

Im November 2021 durchsuchten Stuttgarter Staatsanwälte mehrere Objekte und nahmen weitere Verdächtige fest. Die Aktion richtete sich gegen Mitarbeiter, denen vorgeworfen wird, sensible Daten weitergegeben und Schmiergelder angenommen zu haben. Zu den Verstößen soll unter anderem die Abfrage von Fahrzeugdaten anhand von Kennzeichen gehört haben.

Nun haben die Heilbronner Staatsanwälte einen Beamten im Visier, dem ähnliche Verfehlungen vorgeworfen werden. Am Dienstag durchsuchten Ermittler dessen Wohnung und Arbeitsplatz. Die Sonderermittlungsgruppe Frost leitet die Untersuchungen, doch bleibt unklar, wie sich das Handeln des Beamten auf den ursprünglichen Fall ausgewirkt haben könnte.

Die mutmaßlichen Datenlecks des Beamten hätten die Untersuchungen zur Schießerei in Tamm gefährden können. Zwar wurde bisher kein direkter Zusammenhang öffentlich bestätigt, doch laufen die Untersuchungen unter der Federführung der Sonderermittlungsgruppe weiter. Die Behörden haben noch keine weiteren Details zu den möglichen Folgen der Sicherheitsverstöße bekannt gegeben.