Berliner Apotheker kämpfen mit verspätetem Notdienstplan für 2024
Nadeschda HolzapfelBerliner Apotheker kämpfen mit verspätetem Notdienstplan für 2024
Apotheker in Berlin erhalten Notdienstplan 2024 mit Verspätung
Berliner Apotheker mussten in diesem Jahr länger als üblich auf den Notdienstplan für 2024 warten. Normalerweise wird der Plan mehrere Monate im Voraus veröffentlicht, doch diesmal traf er erst Ende Oktober ein. Viele Betroffene, darunter auch Dr. Daniel Negyesi, hatten dadurch kaum Zeit, ihre Schichtplanung für die Feiertage vorzubereiten.
Die Apothekerkammer Berlin, zuständig für die Erstellung des Notdienstplans, nannte als Gründe für die Verzögerung die "Vortauschphase" sowie jüngste Apotheken-Schließungen. Auch andere Bundesländer wie Baden-Württemberg berichteten von ähnlichen Problemen und führten Koordinierungsschwierigkeiten mit Nachbarregionen als Hauptgrund an.
In vielen anderen Teilen Deutschlands hingegen wird der Plan deutlich früher verteilt. Manche Apothekeninhaber erhalten ihre Einsätze bereits bis Ende Juni, was eine bessere Vorbereitung ermöglicht. Dr. Negyesi, der den Notdienst am Neujahrstag übernehmen muss, sieht sich nun mit Schwierigkeiten konfrontiert, die Weihnachtsfeiertage mit seiner Familie in Ungarn zu verbringen. Zudem rechnet er mit einem arbeitsintensiven Einsatz, da Notdienstapotheken oft Kunden versorgen, die weite Strecken – manchmal bis zu 40 Kilometer – für dringend benötigte Medikamente zurücklegen.
Um den Prozess zu verbessern, schlug Dr. Negyesi vor, einen vorläufigen Plan für die erste Jahreshälfte bis Ende Juni und die finale Version für die zweite Hälfte bis Ende Oktober zu veröffentlichen.
Die späte Bekanntgabe des Notdienstplans stellt Apotheker wie Dr. Negyesi vor persönliche und berufliche Herausforderungen. Eine angepasste Planung könnte künftig solche Probleme vermeiden und eine bessere Vorbereitung auf Feiertagseinsätze gewährleisten.