21 June 2026, 02:18

Berliner Wahlkampf: Vergesellschaftung von Wohnungsfirmen spaltet die Politik

Bundesbauministerin lehnt Berlins Enteignungspläne ab

Berliner Wahlkampf: Vergesellschaftung von Wohnungsfirmen spaltet die Politik

Die Debatte über die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen in Berlin ist im Wahlkampf neu entfacht. Am 20. September steht die Neuwahl des Abgeordnetenhauses an, wodurch das Thema wieder in den Mittelpunkt rückt. Befürworter argumentieren, dass dies den Wohnungsmangel lindern könnte, während Kritiker vor wirtschaftlichen Risiken warnen.

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2021 stimmten bei einem Volksentscheid rund 59 Prozent der Berliner dafür, Unternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen zu vergesellschaften. Philmon Ghirmai, Landesvorsitzender der Grünen in Berlin, hat die Unterstützung seiner Partei für die Initiative „Enteignet Deutsche Wohnen & Co.“ erneut bekräftigt. Er ist überzeugt, dass dieser Schritt bezahlbaren Wohnraum in der Stadt sichern könnte.

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) lehnt die Pläne entschieden ab. Sie betont, dass eine Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen nicht zu mehr Neubau führen werde. Theresa Schopper, die grüne Bauministerin Baden-Württembergs, teilt diese Auffassung und warnt, ein solcher radikaler Eingriff könnte das Vertrauen der Wirtschaft in Deutschland als Standort untergraben. Zudem unterstrich sie die Notwendigkeit bundesweiter Anstrengungen, um das Wohnungsangebot zu erhöhen.

Der Vorschlag bleibt umstritten, wobei sich führende Politiker uneins über seine möglichen Folgen sind. Die anstehende Wahl könnte entscheiden, ob die Initiative weiteren Auftrieb erhält. Bis dahin sorgt die Debatte weiterhin für Unsicherheit im Berliner Wohnungsmarkt.

Quelle