22 March 2026, 02:16

Betrügerischer Bußgeldbescheid aus Frankreich: Mann zahlt für fremdes Auto

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Betrügerischer Bußgeldbescheid aus Frankreich: Mann zahlt für fremdes Auto

Ein Mann aus Baden-Württemberg hat einen verdächtigen Verkehrsstrafbescheid aus Frankreich erhalten – für ein Auto, das er gar nicht besitzt. In dem Schreiben wird ihm vorgeworfen, zu schnell gefahren zu sein, und es wird eine unbeglichene Mautgebühr von 70 Euro gefordert. Bei Ignorieren drohen höhere Strafen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das wachsende Problem von Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit gefälschten Verkehrsverstößen im Ausland.

Herr S. bemerkte erstmals, dass etwas nicht stimmte, als er den französischen Bußgeldbescheid per Post erhielt. Der Brief warf ihm Rasen vor und verlangte die Zahlung einer Maut für ein Fahrzeug, das er nie besessen hatte. Da er Betrug vermutete, erinnerte er sich daran, dass seine Personalien zuvor online kopiert worden waren – vermutlich durch Phishing.

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Die Strafe beginnt bei 70 Euro, steigt jedoch auf 180 Euro an, wenn sie nicht fristgerecht beglichen wird. Bleibt die Forderung unbezahlte, könnte sich die Mautgebühr allein auf bis zu 375 Euro erhöhen. Besorgt über möglichen Identitätsdiebstahl erstattete Herr S. Anzeige bei der Polizei. Er geht davon aus, dass Kriminelle seine Daten nutzten, um in Frankreich ein Auto auf seinen Namen anzumelden.

Seit 2023 hat das Projekt Gerechtigkeit ohne Grenzen bereits 1.900 ähnliche Anfragen bearbeitet und über 700 Rechtsberatungen organisiert. Die Experten raten davon ab, ungerechtfertigte Forderungen zu begleichen, warnen jedoch, dass das Ignorieren der Schreiben zu weiteren Problemen führen kann. Betroffene sollten zunächst die Angaben im Bescheid auf Unstimmigkeiten prüfen.

Falls der Anspruch betrügerisch erscheint, empfiehlt das Projekt, online über die in den Briefen genannten Webseiten Widerspruch einzulegen. Zudem sollte die Online-ID-Funktion – sofern aktiv – über die Hotline 116 116 gesperrt werden.

Herr S. reagierte, indem er den Verdacht auf Betrug bei der Polizei meldete. Gerechtigkeit ohne Grenzen unterstützt weiterhin Opfer gefälschter Verkehrsverstöße und bietet Hilfestellung bei der Überprüfung und Anfechtung der Bescheide. Der Fall mahnt dazu, Schreiben genau zu prüfen und auf verdächtige Forderungen umgehend zu reagieren.

Quelle