28 January 2026, 06:41

BGH entscheidet über legale Gewinne durch überteuerte Untermieten in Berlin

Ein altes Stadtplan von Karlsruhe, Deutschland, das Gebäude, Bäume, Hügel und einen Fluss zeigt, mit Text am unteren Rand.

Bundesgerichtshof entscheidet über Untervermietung mit hohem Gewinn - BGH entscheidet über legale Gewinne durch überteuerte Untermieten in Berlin

Bundesgerichtshof steht vor Grundsatzurteil zu überteuerter Untermiete

Am Mittwoch um 12 Uhr wird Deutschlands höchstes Zivilgericht ein richtungsweisendes Urteil verkünden. Im Mittelpunkt steht ein Berliner Mieter, der seine Wohnung für fast das Doppelte der ursprünglichen Miete untervermietet hat. Bundesweit verfolgen Vermieter und Mieter den Fall mit großer Spannung.

Der Streit begann, als ein Berliner Mieter seine Wohnung für nahezu den doppelten Preis weitervermietete. Die ursprüngliche Kaltmiete lag bei rund 500 Euro, doch der Untermietpreis stieg auf fast 1.000 Euro – deutlich über der gesetzlichen Mietpreisbremse der Stadt von 748 Euro. Als die Vermieterin von der Absprache erfuhr, schritt sie ein.

Sie kündigte dem Mieter den Mietvertrag und leitete die Räumungsklage gegen ihn sowie die Untermietenden ein. Das Landgericht Berlin gab ihr recht, und Juristen gehen davon aus, dass der Bundesgerichtshof (BGH) dieser Linie folgen könnte. Unter dem Aktenzeichen VIII ZR 228/23 wird entschieden, ob Mieter durch Untermietverträge legal Gewinne erzielen dürfen. Wie in deutschen Gerichtsverfahren üblich, bleibt die Identität der Vermieterin vertraulich. Die Entscheidung des BGH könnte bundesweit Maßstäbe für ähnliche Konflikte setzen.

Das Urteil wird klären, ob Mieter bei Untermietverträgen deutlich höhere Mieten verlangen dürfen. Bestätigt das Gericht die Position der Vermieterin, könnte dies gewinnorientierte Untermietmodelle erschweren. Die Auswirkungen des Spruchs werden voraussichtlich den gesamten deutschen Wohnungsmarkt prägen.