16 March 2026, 14:18

Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landespolitik

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Mast mit einer Schildertafel im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, die zu protestieren scheinen.

Debatte um Ministerpost: Palmer will Mayor von Tübingen bleiben - Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landespolitik

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat bekannt gegeben, in seinem aktuellen Amt zu bleiben. Die Entscheidung folgt auf Spekulationen über einen möglichen Wechsel in die Landespolitik vor der baden-württembergischen Wahl 2026. Palmer bestätigte die Nachricht nach früheren Berichten in lokalen Medien.

Zuvor war Palmer als potenzieller Kandidat für ein Ministeramt in Stuttgart gehandelt worden. Die Grünen, die derzeit die Landesregierung stellen, bereiten sich auf einen Führungswechsel vor, nachdem Winfried Kretschmann 2026 zurücktreten wird. Cem Özdemir, ehemaliger Bundeslandwirtschaftsminister, soll nach der Wahl im März das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen.

Palmer räumte mit den Gerüchten auf, indem er Özdemir persönlich über seine Entscheidung informierte, Oberbürgermeister zu bleiben. Seine Bestätigung erfolgte, nachdem die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten bereits über seine Überlegungen berichtet hatten. Ein konkretes Ministeramt war ihm jedoch nie offiziell angeboten worden.

Kretschmann regiert Baden-Württemberg seit 2011 und ist damit der erste und bisher einzige grüne Ministerpräsident in der Geschichte des Landes. Mit seinem Abschied konzentriert sich die Partei nun auf Özdemirs Kandidatur und mögliche Kabinettsbesetzungen.

Palmers Entscheidung beendet Wochen der Unsicherheit über seine politische Zukunft. Er wird Tübingen weiterhin als parteiloser Oberbürgermeister führen. Die Grünen müssen ihre Pläne für die Wahl 2026 nun ohne seine Beteiligung auf Landesebene finalisieren.

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