Bosch-Mitarbeiter kämpfen gegen Stellenabbau und Werksschließung in Bühlertal
Wenzel WeinholdBosch-Mitarbeiter kämpfen gegen Stellenabbau und Werksschließung in Bühlertal
Arbeiter in Bosch-Werken in Bühl und Bühlertal protestieren gegen geplante Stellenstreichungen der Arbeitsagentur
Beschäftigte der Bosch-Standorte in Bühl und Bühlertal haben gegen die geplanten Arbeitsplatzabbauproteste der Arbeitsagentur organisiert. Das Unternehmen will rund 1.700 Stellen streichen, darunter die vollständige Schließung des Werks in Bühlertal. Während einer „aktiven Mittagspause“ versammelten sich die Mitarbeiter unter dem Motto „Wir lassen uns das nicht gefallen“, um ihren Widerstand zum Ausdruck zu bringen.
Die Kundgebung wurde von der IG Metall organisiert, der Gewerkschaft, die die Belegschaft vertritt. Diese argumentiert, dass Bosch mit seinen aktuellen Plänen massive Arbeitsplatzverluste im Werk Bühl und die komplette Stilllegung des Standorts Bühlertal in Kauf nehme. Gewerkschaftsvertreter bestehen auf Verhandlungen über Alternativen und fordern Mitsprache bei der endgültigen Entscheidung.
Bosch hat eine strikte Frist für die Gespräche gesetzt. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt werden, will das Unternehmen ein Schiedsgericht der Arbeitsagentur einschalten. Die gewählte Institution, die Oberbayerische Schiedsstelle für die Friedenspflicht im Arbeitskampf, würde dann in den Konflikt eingreifen. Die IG Metall wirft Bosch jedoch vor, mit diesem Schritt die sinnvollen Verhandlungen faktisch zu beenden. Die Belegschaft bleibt geschlossen in ihrer Forderung nach einer zukunftsfähigen Perspektive für den Standort. Sie lehnen die Kürzungen ab und setzen sich für Lösungen ein, die Arbeitsplätze erhalten statt abzubauen.
Im Mittelpunkt des Streits steht Bosch‘ Plan, 1.700 Stellen zu streichen und einen Standort komplett zu schließen. Arbeiter und Gewerkschaft wehren sich weiterhin und fordern fairere Verhandlungen. Das Ergebnis hängt davon ab, ob beide Seiten vor Ablauf der gesetzten Frist zu einem Kompromiss finden.