Bremen kämpft um lebenswichtige Flugverbindung nach Frankfurt bis 2026
Antonio SchleichBremen kämpft um lebenswichtige Flugverbindung nach Frankfurt bis 2026
Die Handelskammer Bremen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg haben die Lufthansa aufgefordert, die Flugverbindung Bremen–Frankfurt zu erhalten. Ein gemeinsamer Appell, unterstützt von 31 Kammern, Wirtschaftsverbänden und 370 Unternehmen, wurde erst vor zwei Wochen veröffentlicht. Die Strecke gilt als lebenswichtig für die regionale Wirtschaft und die internationalen Anbindungen der Region.
Bremen verzeichnet mit fast 70 Prozent die höchste Exportquote Deutschlands. Zuverlässige Flugverbindungen zum Drekreuz Frankfurt sind daher für lokale Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Schlüsselbranchen unverzichtbar. Beide Kammern betonen, dass ein Wegfall der Strecke die Wettbewerbsfähigkeit der Region schwächen und Investitionen abschrecken könnte.
André Grobien, Präsident der Handelskammer Bremen, warnte, dass eine Streichung der Verbindung das Wirtschaftswachstum gefährden würde. Jan Müller, Präsident der IHK Oldenburg, ergänzte, dass die Abschaffung der Luftverkehrssteuer und bessere Rahmenbedingungen für die Luftfahrt in Deutschland helfen würden. Die beiden Organisationen haben sich bereits in einem Schreiben an Lufthansa-Chef Carsten Spohr für den Erhalt der Strecke ausgesprochen.
Mittlerweile haben Gespräche mit der Lufthansa begonnen. Eine Arbeitsgruppe soll Lösungen erarbeiten, die sowohl den wirtschaftlichen Anforderungen der Airline gerecht werden als auch die Belange der Wirtschaft unterstützen. Die Kammern werten die Unterstützung von 370 Unternehmen als starkes Signal für die Bedeutung der Verbindung.
Derzeit ist das Aus für die Strecke Bremen–Frankfurt zum 1. Juli 2026 vorgesehen. Beide Kammern bleiben jedoch zuversichtlich, dass die Verhandlungen zu einer tragfähigen Lösung führen. Sie sind überzeugt, dass der Erhalt der Verbindung entscheidend ist für die wirtschaftliche Stabilität und die globale Anbindung der Region.






