British American Tobacco schließt Werk in Südafrika bis 2026 wegen illegalem Zigarettenhandel
Cordula RingBritish American Tobacco schließt Werk in Südafrika bis 2026 wegen illegalem Zigarettenhandel
British American Tobacco (BAT) schließt sein Werk in Heidelberg, Südafrika, bis Ende 2026. Die Entscheidung folgt auf jahrelangen Druck durch den illegalen Zigarettenhandel, der mittlerweile 75 Prozent des lokalen Marktes kontrolliert. Rund 230 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze, während die Produktion schrittweise heruntergefahren wird.
Die Schließung erfolgt vor dem Hintergrund rückläufiger Fertigungskapazitäten im Werk, das derzeit nur noch zu 35 Prozent ausgelastet ist. Statt vor Ort zu produzieren, wird das Unternehmen künftig Waren importieren und sich stärker auf seine "Neuen Kategorien" konzentrieren, darunter die Nikotinbeutel der Marke Velo. Diese rauchfreien Alternativen sind Teil von BATs langfristigem Ziel, bis 2035 eine "rauchfreie Welt" zu schaffen.
Trotz der Herausforderungen in Südafrika zeigt sich BAT zuversichtlich in puncto Finanzlage. Das Unternehmen hat für 2025 bis zu 1,3 Milliarden Pfund für Aktienrückkäufe eingeplant. Erst kürzlich wurden 161.326 zusätzliche Aktien zurückgekauft und sollen nun eingezogen werden – ein Schritt, der die Anteile der verbleibenden Aktionäre erhöhen soll. Zudem hält BAT an seinen Wachstumsprognosen für 2026 fest: Ein Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS) von 5 bis 8 Prozent werden erwartet. Die vollständigen Jahresergebnisse 2025 wird das Unternehmen am 12. Februar 2026 vorlegen und damit weitere Einblicke in die Performance angesichts dieser Veränderungen geben.
Die Schließung des Werks in Heidelberg markiert einen Strategiewechsel von BAT in Südafrika. Durch den Umstieg auf Importe und die Priorisierung risikoarmer Produkte passt sich das Unternehmen den Marktbedingungen an. Gleichzeitig profitieren Aktionäre von den fortgesetzten Rückkäufen, während die finanziellen Ziele für 2026 unverändert bleiben.