CDU Baden-Württemberg setzt 2026 auf Wirtschaft, Sicherheit und klare Koalitionsgrenzen
Wenzel WeinholdCDU Baden-Württemberg setzt 2026 auf Wirtschaft, Sicherheit und klare Koalitionsgrenzen
Die Christlich Demokratische Union (CDU) in Baden-Württemberg bereitet sich auf die Landtagswahl 2026 vor und setzt dabei auf Wirtschaftswachstum, berufliche Ausbildung und öffentliche Sicherheit. Unter dem Bundesvorsitzenden Friedrich Merz hat die Partei eine kritischere Haltung in der Migrationspolitik eingenommen, bleibt aber ihrem traditionellen Mix aus marktwirtschaftlicher Ausrichtung und sozialer Verantwortung treu.
Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU, hat bereits Bündnisse mit der rechtspopulistischen AfD oder der Linken ausgeschlossen und damit klare Grenzen für mögliche Koalitionsverhandlungen gezogen.
Die 1945 von ehemaligen Mitgliedern der katholischen Zentrumspartei und anderen bürgerlichen Gruppen der Weimarer Republik gegründete CDU ist seit langem eine prägende Kraft in Baden-Württemberg. Sie stellte von 1953 bis 2011 den Ministerpräsidenten und ist derzeit Juniorpartner in einer Koalition mit den Grünen.
Für die anstehende Wahl wirbt die Partei mit wirtschaftsfreundlichen Maßnahmen, darunter die Förderung von Start-ups und Innovation. Zudem will sie die duale Berufsausbildung stärken und die Meisterprüfung gebührenfrei machen. Digitale Kompetenz und datenschutzkonforme KI-Tools spielen in ihren Plänen eine Rolle, ebenso wie ein vorgeschlagenes Verbot privater Smartphones an Schulen.
In der Sicherheitspolitik fordert die CDU einen neuen "Sicherheitsrat", um die Zusammenarbeit zwischen Behörden des öffentlichen Sicherheitswesens und des Zivilschutzes zu verbessern. Zwar hat sich die Partei in den vergangenen 20 Jahren in Familien- und Migrationsthemen gemäßigter gezeigt, doch unter Merz' Führung vertritt sie nun wieder eine deutlichere Linie.
Auf Bundesebene erreichte die CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2025 28,6 Prozent und bildet unter Bundeskanzler Merz eine Große Koalition mit der SPD. Die Partei bleibt konfessionell offen und vereint konservative, wirtschaftsliberale sowie christlich-soziale Strömungen leicht rechts der Mitte.
Der Wahlkampf der CDU in Baden-Württemberg 2026 konzentriert sich auf Wirtschaftswachstum, Bildungsreformen und strengere Sicherheitsmaßnahmen. Da Hagel Koalitionen mit der AfD oder der Linken ausschließt, hängen die Regierungsoptionen der Partei vom Wahlergebnis ab.
Ihre Politik verbindet traditionelle Werte mit modernen Herausforderungen – von der Digitalisierung bis zur Migration – und zielt darauf ab, in dem südwestdeutschen Bundesland wieder an Einfluss zu gewinnen.