01 February 2026, 08:21

CDU fordert Formel-1-Comeback in Hockenheim als Wirtschaftsmotor für die Region

Zwei Sportwagen, einer orange und einer blau, die auf einer von grünem Gras umgebenen Rennstrecke fahren.

CDU fordert Formel-1-Comeback in Hockenheim als Wirtschaftsmotor für die Region

Eine Rückkehr der Formel 1 nach Hockenheim könnte die schwächelnde Wirtschaft der Region wiederbeleben – das betont der CDU-Spitzenkandidat Thomas Hagel. Das letzte Rennen auf dem Hockenheimring fand 2019 statt, und seitdem kämpft die Gegend mit steigender Arbeitslosigkeit und einem deutlichen Rückgang der Industrieproduktion. Hagel argumentiert, dass eine erneute Austragung weitreichende Vorteile bringen würde, insbesondere für den Automobilsektor.

Seit 2019 hat der Hockenheimring keine Formel-1-Rennen mehr veranstaltet, nachdem finanzielle Belastungen weitere Veranstaltungen unwirtschaftlich machten. Die damaligen Austragungsgebühren lagen zwischen 20 und 30 Millionen Euro – Kosten, die die Veranstalter nicht mehr rechtfertigen konnten. Trotz privater Trägerschaft der Strecke gab es bisher keine Pläne für staatliche Förderung einer Rückkehr.

In den folgenden Jahren verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage weiter. Die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg stieg 2025 auf 4,6 Prozent und markierte damit den dritten Anstieg in Folge. Im Regierungsbezirk Mannheim war der Anstieg noch deutlicher: Bis Januar 2026 kletterte die Quote auf 8 Prozent. Die Metall- und Elektroindustrie, ein wichtiger Arbeitgeber, blickt zunehmend pessimistisch in die Zukunft – nur noch 14 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut, während 25 Prozent Stellenabbau planen. Die Produktion liegt weiterhin 23 Prozent unter den Werten von 2018, wobei vor allem automobilnahe Betriebe betroffen sind. Die Immobilienpreise im nahegelegenen Philippsburg zeigten leichte Steigerungen: Im dritten Quartal 2025 kostete der Quadratmeter für Wohnungen durchschnittlich 3.794 Euro, für Häuser 3.471 Euro.

Hagels Initiative für eine Rückkehr der Formel 1 zielt auf mögliche Gewinne für Tourismus, Gastronomie und lokale Zulieferer ab. Auch die angeschlagene Automobilbranche könnte von der globalen Aufmerksamkeit und den damit verbundenen Geschäftschancen profitieren.

Ohne staatliche Unterstützung bleibt die Zukunft der Formel 1 in Hockenheim jedoch ungewiss. Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Region – steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Produktion und schwache Konjunkturstimmung – bestehen fort, doch ein Großereignis könnte zumindest vorübergehend Entlastung bringen. Derzeit hängt eine Rückkehr in den Rennkalender von privaten Investitionen und einer veränderten Kosten-Nutzen-Rechnung ab.