CDU-Politiker fordert Kürzungen bei Gesundheitsleistungen für Bürgergeld-Empfänger ohne Jobhistorie
Nadeschda HolzapfelCDU-Politiker fordert Kürzungen bei Gesundheitsleistungen für Bürgergeld-Empfänger ohne Jobhistorie
Yannick Bury, der haushaltspolitische Sprecher der CDU, hat vorgeschlagen, den Zugang zu Gesundheitsleistungen für Bürgergeld-Empfänger ohne vorherige Berufstätigkeit einzuschränken. Das aktuelle System, bei dem versicherte Steuerzahler die Grundabsicherung von Sozialhilfeempfängern mitfinanzieren, bezeichnete er als „nicht zu rechtfertigen“ und finanziell nicht tragbar. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der zunehmend Forderungen nach Kürzungen der Staatsausgaben laut werden.
Bury kritisierte den bisherigen Ansatz scharf und argumentierte, dieser belaste die Steuerzahler unzumutbar, die bereits in die Krankenversicherung einzahlen. Eine bloße Umschichtung der Kosten innerhalb des Systems werde das grundlegende Problem nicht lösen, warnte er.
Stattdessen plädierte er für eine Rückkehr zum älteren Modell der Sozialhilfe, in dem der Umfang der Gesundheitsversorgung von der individuellen Erwerbsbiografie abhing. Damals erhielten Personen ohne Arbeitshistorie weniger umfassende Leistungen als langjährige Beitragszahler.
Der Sprecher drängte die Regierungskoalition zudem, Sparmaßnahmen Priorität einzuräumen – darunter Reformen bei der Finanzierung von Sozialleistungen im Gesundheitsbereich. Seine Aussagen unterstreichen den wachsenden Druck, die öffentlichen Ausgaben in diesem Bereich zu reduzieren. Burys Vorschlag würde den Zugang zu Gesundheitsleistungen für Bürgergeld-Bezieher stärker an deren Berufsverlauf knüpfen. Sollte die Änderung umgesetzt werden, könnte dies die finanzielle Belastung der versicherten Steuerzahler verringern. Die Debatte spiegelt die größeren Bedenken hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit der deutschen Sozial- und Gesundheitssystemfinanzierung wider.






