Chaos in der Oberliga: Uneinheitliche Urteile verändern Abstiegsränge kurz vor Saisonende
Antonio SchleichChaos in der Oberliga: Uneinheitliche Urteile verändern Abstiegsränge kurz vor Saisonende
Zwei aktuelle Entscheidungen des Sportgerichts haben die Abstiegsränge in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar durcheinandergebracht. Beide Fälle betrafen unzulässige Auswechslungen, doch die Urteile fielen völlig unterschiedlich aus. Die Beschlüsse haben nun die Tabelle verändert – und das nur noch vier Spieltage vor Saisonende.
Im ersten Fall hatte der FC Cosmos Koblenz im Spiel gegen Rot-Weiß Koblenz eine vierte Auswechslung vorgenommen. Das Gericht zog Cosmos daraufhin drei Punkte ab, ließ das ursprüngliche Ergebnis jedoch bestehen.
Im zweiten Fall setzte der FV Diefflen im Duell gegen den SC Idar-Oberstein gar einen sechsten Spieler ein. Anders als im ersten Urteil annullierte das Gericht hier das Spielergebnis, wertete die Partie mit 2:0 für Idar-Oberstein und verbuchte für Diefflen eine 0:2-Niederlage. Zudem erhielt Idar-Oberstein drei Zusatzpunkte, wodurch die Mannschaft in der Tabelle an Diefflen vorbeizog.
Die uneinheitlichen Strafen sorgen in der Liga für Verwirrung. Die Vereine wissen nun nicht, wie ähnliche Regelverstöße in künftigen Spielen geahndet werden könnten.
Die widersprüchliche Rechtsprechung wirkt sich direkt auf den Abstiegskampf aus. Durch die drei zusätzlichen Punkte gerät Diefflen in den letzten Wochen unter Druck. Mit nur noch vier Partien könnte die Urteile am Saisonende darüber entscheiden, welche Mannschaft den Gang in die niedrigere Liga antreten muss.






