05 April 2026, 01:02

Charli XCX beendet ihre Brat-Ära mit einer beißenden Pop-Satire auf der Berlinale

Ein Plakat, das ein Konzert in Berlin, Deutschland, ankündigt, mit einer Gruppe bunt gekleideter Menschen vor einem Gebäude, darüber der Text 'Berlin - Die Stadt des Pariser Chicks'.

Charli XCX beendet ihre Brat-Ära mit einer beißenden Pop-Satire auf der Berlinale

Charli XCX beendet ihre Brat-Ära mit einem provokanten neuen Film

Mit The Moment, einer Mockumentary, die den Popstar-Rummel auf die Schippe nimmt, hat Charli XCX das Ende ihrer Brat-Phase eingeläutet. Der Film feierte nach seiner Premiere in Sundance nun auch auf der Berlinale uraufgeführt – und das trotz eisiger Temperaturen, denen sich die Fans beim Screening im Berliner Zoo Palast aussetzten. Die Vorstellung im historischen Kino wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Die Mockumentary begleitet eine fiktionalisierte Version der Sängerin selbst und verbindet scharfen Humor mit einer schonungslosen Abrechnung mit der Musikindustrie. Neben Charli XCX spielt Alexander Skarsgård einen befremdlichen Studioboss, während Kylie Jenner, Julia Fox und Rachel Sennott in Cameo-Auftritten zu sehen sind.

Erstmals präsentiert wurde The Moment im Januar auf dem Sundance Film Festival, bevor der Film am 19. Februar 2025 in Berlin gezeigt wurde. Mit beißendem Spott nimmt er die Absurditäten des Popstar-Daseins aufs Korn – inspiriert von Charli XCX' eigenen Erfahrungen. In überzeichneten Szenen, etwa wenn sie zu einem anderen Hairstyle oder einem "freundlicheren Lächeln" gedrängt wird, entlarvt der Film die grotesken Erwartungen der Branche.

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The Moment setzt auf selbstironische Reflexion und lotet Themen wie Authentizität, Misogynie und den Kapitalismus in der Musik aus. Die Sängerin beschreibt das Projekt als Verarbeitung ihres rasanten Aufstiegs während des Brat Summer 2024 – einer kulturellen Welle, die selbst die US-Politik erreichte, als Kamala Harris' Wahlkampf Anleihen beim Album nahm. Nun erklärt Charli XCX diese Ära für beendet: "Es liegt an der Welt, aber für mich ist es vorbei."

Doch der Film ist nicht ihr einziges Schauspielprojekt: Sie übernimmt Rollen in zwei weiteren Sundance-Produktionen – The Gallerist und I Want Your Sex – und steht für das Remake des Horror-Klassikers Faces of Death vor der Kamera. Dennoch bleibt The Moment ihr persönlichstes Werk, eine seltene Mischung aus Realität und Satire, wie sie nur wenige Popstars wagen.

Mit der Premiere unterstreicht Charli XCX ihren Wandel von der Musik zur Leinwand – und nutzt The Moment, um genau jene Berühmtheit zu sezieren, die sie groß gemacht hat. Da neben Faces of Death keine weiteren Filmprojekte angekündigt sind, wird die Mockumentary vorerst als ihr künstlerisches Statement gelten. Für die Fans markiert sie das Ende des Brat Summer – und den Beginn einer weitaus provokanteren Phase.

AKTUALISIERUNG

Charli XCX reveals her creative defiance behind *The Moment*

Charli XCX has explained her rejection of a traditional tour film in favour of The Moment's satirical format. At Sundance, she told Variety: "I was only interested in flipping the form of something quite traditional." The film's plot mirrors her real-life tensions with industry pressures, including a record label's push for a sanitised concert film and a controversial brat-themed credit card subplot. Critics noted the film's stylistic ambition, though some questioned its satirical clarity.