17 June 2026, 17:58

Chinesische E-Autos dominieren dank deutscher Kaufprämie den Markt unter 30.000 Euro

Dealers: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Chinesische E-Autos dominieren dank deutscher Kaufprämie den Markt unter 30.000 Euro

Die deutsche Staatsförderung für Elektroautos kommt vor allem günstigen chinesischen Modellen zugute. Autohäuser berichten, dass der Großteil der Verkäufe in der Preisklasse zwischen 20.000 und 30.000 Euro auf chinesische Fahrzeuge entfällt. Das Förderprogramm gewährt Käufern seit dem 1. Januar 2026 bis zu 6.000 Euro Zuschuss für neu zugelassene Elektroautos.

Ein 3,5-Milliarden-Euro-Fonds finanziert die Prämie, die je nach Fahrzeugpreis und individueller Situation des Käufers vergeben wird. Im Mai verdoppelten sich die Verkäufe günstiger chinesischer E-Autos in den Autohäusern von Burkhard Weller. Deutsche Hersteller sind in diesem Preissegment bisher nicht vertreten.

Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), stellt den Erfolg des Programms infrage. Seiner Meinung nach habe es lediglich bestehende Nachfrage abgebaut, statt den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu fördern. Weller plädiert dafür, die Förderung auch auf Gebrauchtwagen auszuweiten, das Ladenetz auszubauen und für faire Preise an den Ladestationen zu sorgen.

Zudem schlägt er vor, die Abrechnung der Ladekosten zu vereinheitlichen – ähnlich wie beim Mobilfunk-Roaming. Das würde bedeuten, dass Nutzer überall denselben Preis zahlen, der über ihre heimische Tarifstruktur abgerechnet wird.

Bisher profitieren vor allem ausländische Hersteller, insbesondere aus China, von der Förderung. Deutsche Marken sind im Segment zwischen 20.000 und 30.000 Euro noch nicht konkurrenzfähig. Die Diskussion darüber, wie Elektroautos für Verbraucher zugänglicher und das Laden für Fahrer einfacher gestaltet werden kann, hält weiterhin an.

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