Christian Streich verlässt den SC Freiburg – und entdeckt neue Leidenschaften
Nadeschda HolzapfelChristian Streich verlässt den SC Freiburg – und entdeckt neue Leidenschaften
Christian Streich hat sich nach zwölf Jahren beim SC Freiburg aus dem Traineramt zurückgezogen. Der 59-Jährige beendete seine Tätigkeit am Ende der Saison 2024/25 und ist derzeit ohne Verein. Nun widmet er sich neuen Projekten und blickt auf seine Zeit im Fußball zurück.
Kürzlich übernahm Streich eine andere Rolle: Er ist Schirmherr einer Kunstausstellung zum Thema Sport, die 2026 im Museum für Neue Kunst in Freiburg stattfinden wird. Die Veränderung verschafft ihm mehr Freiraum, den er unter anderem für Radtouren durch die Alpen und nach Spanien nutzt.
Streich gibt offen zu, den täglichen Austausch mit Spielern und Mitarbeitern zu vermissen. Nach über einem Jahrzehnt beim SC Freiburg sind ihm die linksgerichteten Werte und die Identität des Vereins weiterhin wichtig. Trotz seines Abschieds sieht er den Klub als Teil der modernen Fußballstruktur.
Die zunehmend finanziell geprägten Entwicklungen im Fußball bereiten ihm Sorgen, doch er ist überzeugt, dass der Sport selbst überleben wird. Fußball sei widerstandsfähig, auch wenn er "Narben" durch Geld und Kommerzialisierung trage, so Streich.
Obwohl er keine konkreten Pläne hat, schließt er eine Rückkehr ins Traineramt nicht aus. Derzeit konzentriert er sich auf persönliche Interessen und seine neue Aufgabe in der Kunstszene.
Streichs Abschied vom SC Freiburg markiert das Ende eines langen Karriereabschnitts. Er bleibt offen für künftige Möglichkeiten im Fußball, genießt aber zunächst eine Auszeit. Sein Engagement für die Ausstellung 2026 zeigt, dass er sich neuen Leidenschaften jenseits des Platzes zuwendet.