20 March 2026, 18:19

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm Deepfake-Porno und Identitätsdiebstahl vor

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernstem Gesichtsausdruck und eine Frau zeigt, die mit einem leichten Grinsen wegsieht.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm Deepfake-Porno und Identitätsdiebstahl vor

Schauspieler und Moderator Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, ohne ihr Einverständnis Deepfake-Pornovideos mit ihrer Ähnlichkeit erstellt und verbreitet zu haben. Die im März 2026 öffentlich gewordenen Anschuldigungen haben die Debatte über Ulmens frühere TV-Rollen und sein öffentliches Image neu entfacht.

Fernandes bezeichnete die Handlungen als eine Form der "virtuellen Vergewaltigung" und einen schweren Eingriff in ihre Privatsphäre. Die Vorwürfe kommen Jahre nach der viel beachteten Beziehung des Paares, das seit 2010 zusammen war und dessen unterschiedliche öffentliche Wahrnehmung stets für Medieninteresse sorgte.

Ulmen und Fernandes hatten ihre Beziehung 2010 erstmals öffentlich gemacht. Damals fragten sich Beobachter, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen sich mit einer ehemaligen Viva-Moderatorin einlasse, die von manchen als "hübsch, aber austauschbar" wahrgenommen wurde. Ihre Dynamik wurde zum Gesprächsthema – oft auf Kosten von Fernandes' eigener Karriere.

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In den frühen 2000er-Jahren wurde Ulmen durch übertrieben frauenfeindliche Rollen in der ProSieben-Realityshow "Mein neuer Freund" bekannt. In der Sendung stellten Frauen ihren Familien neue Partner vor, die sich absichtlich danebenbenahmen, woraufhin die Beziehungen meist endeten. Ulmens prägendste Figur war Alexander von Eich, ein reicher, aristokratischer Snob, der seine Freundin herablassend behandelte – eine Darstellung, die das Publikum damals eher unterhaltsam als anstößig fand.

Zudem moderierte er die umstrittene Gameshow "Wer will meine Freundin vögeln?", in der männliche Kandidaten in peinlichen Challenges um den Titel "heißeste Freundin" wetteiferten. Zwar gibt es keine direkten Verbindungen zwischen Ulmens professionellem Wirken und den aktuellen Vorwürfen, doch seine früheren Auftritte werden heute kritischer betrachtet.

Fernandes' Anschuldigungen gehen über Deepfake-Inhalte hinaus: Sie behauptet, Ulmen habe unter ihrem Namen gefälschte Online-Profile angelegt, sich in Dating-Portalen als sie ausgegeben und sogar Telefongespräche mit sexuellen Inhalten unter ihrer Identität geführt. Die Enthüllungen lösten breite Solidarität mit Fernandes aus, viele berufen sich dabei auf den Leitsatz der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln." Der Fall steht exemplarisch für ein wachsendes Muster digitaler Privatsphäre-Verletzungen durch Männer – oft mit langfristigen Folgen für die Betroffenen.

Die Vorwürfe gegen Ulmen haben eine gesellschaftliche Debatte über Einverständnis, digitale Gewalt und Verantwortung ausgelöst. Fernandes' Entscheidung, an die Öffentlichkeit zu gehen, lenkt den Fokus auf die Schäden durch nicht einvernehmliche Deepfake-Inhalte und Identitätsdiebstahl im Netz. Rechtliche und soziale Reaktionen auf solche Fälle befinden sich noch im Entwicklungsstadium, während Aktivist:innen strengere Schutzmaßnahmen gegen virtuelle Übergriffe fordern.

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