Cyberrisiken bedrohen Mittelstand: Vier von fünf Betrieben betroffen – doch Lösungen sind knapp
Nadeschda HolzapfelCyberrisiken bedrohen Mittelstand: Vier von fünf Betrieben betroffen – doch Lösungen sind knapp
Kleinunternehmen in Mitteleuropa sehen sich wachsenden Cyberrisiken bei begrenzten Ressourcen gegenüber. Vier von fünf Betrieben waren im vergangenen Jahr von Sicherheitsvorfällen oder Datenlecks betroffen. Die meisten verfügen über kein eigenes Sicherheitspersonal und sind damit anfällig für kostspielige Zwischenfälle.
Ein aktueller Bericht unterstreicht die Herausforderungen für kleine Unternehmen in der Region. Über 90 Prozent der Firmen zählen zum Mittelstand, doch kaum ein Betrieb beschäftigt eine eigene Sicherheitsfachkraft. Bei mehr als drei Vierteln der Unternehmen belaufen sich die Kosten pro Vorfall auf mindestens 250.000 US-Dollar.
Deutschland gibt mit 9,5 Prozent seines IT-Budgets am wenigsten für Cybersicherheit aus – der niedrigste Wert im Ländervergleich. Um Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, hat die Woodlands Advisory GmbH einen Rechner entwickelt. Dieser vergleicht die Kosten für die Einstellung eines hausinternen Chief Information Security Officers (CISO) mit denen eines virtuellen CISO (vCISO).
Ein fest angestellter CISO schlägt jährlich mit 250.000 bis 400.000 US-Dollar zu Buche, während ein vCISO – der Zugang zu hochqualifiziertem Fachwissen bietet – zwischen 40.000 und 120.000 US-Dollar pro Jahr kostet. Das Tool berechnet die Ausgaben anhand von Unternehmensgröße, Umsatz und benötigtem Zeitaufwand.
Der Rechner ermöglicht es Betrieben, die Kosten für Sicherheitsführungskräfte besser einzuschätzen. Für viele könnte das vCISO-Modell eine bezahlbare Alternative darstellen – und so helfen, die Lücke bei fest angestellten Sicherheitsexperten in mitteleuropäischen Kleinunternehmen zu schließen.






