Deutsche Bahn plant stufenweise Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Antonio SchleichDeutsche Bahn plant stufenweise Sanierung der Strecke München–Rosenheim bis 2031
Deutsche Bahn ändert Pläne für Sanierung der Strecke München–Rosenheim
Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der stark frequentierten Bahnstrecke München–Rosenheim in Bayern überarbeitet. Statt einer sechmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten durchgeführt werden. Die Anpassungen erfolgen nach Kritik von Güterverkehrsunternehmen und Fahrgastverbänden.
Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April. In diesem Zeitraum werden veraltete Stellwerke ausgetauscht sowie Gleise und Weichen modernisiert. Fernzüge werden umgeleitet, während Regionalverbindungen durch Busse ersetzt werden.
Weitere Einschränkungen sind für Anfang 2028 geplant, darunter Wochenendsperrungen und Schließungen über die Karnevalsfeiertage. Vorbereitende Arbeiten starten bereits im Herbst 2027 mit Teilausfällen, die auch die S-Bahn-Linie betreffen.
Die zweite Phase ist für die erste Jahreshälfte 2031 vorgesehen. Hier werden Gleise, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfe erneuert. Zudem erhält die Strecke das europäische Zugsicherungssystem ETCS, um Sicherheit und Effizienz zu steigern.
Der Verband der Güterverkehrsunternehmen kritisierte den überarbeiteten Zeitplan: Die Gesamtausfalldauer habe sich nun auf 24 Wochen verlängert. Peter Westenberger, Hauptgeschäftsführer des Verbands, forderte die Bahn auf, Verzögerungen durch eingleisige Baustellen und vorab modernisierte Ausweichstrecken zu minimieren.
Die Strecke München–Rosenheim ist eine zentrale Verkehrsachse für Personen- und Güterverkehr. Die geteilten Bauphasen sollen die Beeinträchtigungen verringern, doch Pendler und Unternehmen müssen weiterhin mit längeren Umleitungen rechnen. Langfristig sollen die Modernisierungen die Zuverlässigkeit und Kapazität der Strecke deutlich verbessern.






