09 June 2026, 00:22

Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen

Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr

Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen

Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen gegen Gewalt in Regionalzügen ein

Die Deutsche Bahn (DB) reagiert mit verschärften Sicherheitsvorschriften auf die zunehmende Gewalt in ihren Regionalverkehrszügen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Vorfälle – trotz eines leichten Rückgangs der Übergriffe bundesweit im vergangenen Jahr.

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In einigen Regionen sind die Angriffe jedoch deutlich angestiegen, was das Unternehmen zum Handeln zwingt: Mit neuer Technik und verbesserten Schutzkonzepten für Mitarbeiter soll die Sicherheit erhöht werden.

Laut Statistik gingen körperliche Angriffe in Regionalzügen 2025 im Vergleich zu 2024 bundesweit um sieben Prozent zurück. Doch in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Teilen Baden-Württembergs stiegen die Vorfälle im selben Zeitraum um 15 Prozent. Diese Entwicklung veranlasste DB Regio, neue Sicherheitsstrategien zu testen.

Ab Juli werden Servicekräfte in besonders gefährdeten Gebieten stichfeste Westen erproben. Zudem führt das Unternehmen das „1-zu-1-Begleitsystem“ sowie die Doppelbesetzung für bestimmte Tätigkeiten ein. Damit sollen Risiken für allein arbeitende Mitarbeiter verringert werden.

Bodycams kommen bereits zum Einsatz und zeigen eine nachweislich abschreckende Wirkung. Bis August müssen alle betroffenen Mitarbeiter eine verpflichtende Deeskalationsschulung absolvieren, die auch ein Modul zum selbstbewussten Auftreten in Konfliktsituationen umfasst. Ziel ist es, das Personal besser auf angespannte Lagen vorzubereiten.

Darüber hinaus prüft die DB den Einsatz von KI zur Echtzeit-Überwachung von Kamerabildern. Ein Pilotprojekt in Bremen bestätigte, dass die Technologie Konflikte rechtssicher erkennen kann – unter Einhaltung des Datenschutzes. Bei Erfolg könnten automatisierte Warnmeldungen die Reaktionszeit von Sicherheitsteams verkürzen.

Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender von DB Regio, betonte, dass Mitarbeiter und Fahrgäste ein sicheres und respektvolles Umfeld verdienten. „Angst hat in unseren Zügen keinen Platz“, sagte er und unterstrich damit das Engagement des Unternehmens für mehr Schutz.

Die neuen Maßnahmen kombinieren Technik, Schulungen und Schutzausrüstung, um Gewalt in Regionalzügen einzudämmen. Mit den Testphasen ab Juli und der geplanten Mitarbeiterqualifizierung bis August will die DB die Vorfälle in den am stärksten betroffenen Gebieten reduzieren. Der Erfolg dieser Schritte wird entscheiden, ob sie flächendeckend eingeführt werden.

Quelle