20 June 2026, 16:13

Die Linke positioniert sich vor Ost-Wahlen mit neuer Führung und Gaza-Beschluss

Linke wählt Schwerdtner und Pantisano zum neuen Führungsteam

Die Linke positioniert sich vor Ost-Wahlen mit neuer Führung und Gaza-Beschluss

Die Linke hat in Potsdam eine dreitägige Konferenz abgehalten, um ihre Strategie vor den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland zu festzulegen. Bei der Veranstaltung wurden zudem die Wiederwahl einer Vorsitzenden sowie die Neuwahl eines weiteren Parteichefs beschlossen, während Delegierte über umstrittene Themen diskutierten.

Ines Schwerdtner wurde mit etwa 86 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzende bestätigt. Dieses Ergebnis übertrifft ihre erste Wahl im Jahr 2024, als sie rund 80 Prozent Zustimmung erhielt. Diesmal trat sie ohne Gegenkandidatur an.

Als zweiter Vorsitzender wurde Luigi Pantisano gewählt, der Jan van Aken nachfolgt. Van Aken hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Pantisano erhielt knapp über 53 Prozent der Stimmen – ebenfalls ohne Konkurrenz.

Während der Konferenz einigten sich die Delegierten auf einen Kompromiss zu einem umstrittenen Antrag. Sie stuften Israels Vorgehen im Gazakrieg offiziell als Völkermord ein. Die Partei will nun vor den bevorstehenden Landtagswahlen ihre politische Ausrichtung klären, bei denen sie die Regierungsbildung in Ostdeutschland mitgestalten könnte.

Die Linke verlässt Potsdam mit einem gefestigten Führungsteam und einer klaren Position zu zentralen Fragen. Ihre Rolle bei den anstehenden Wahlen könnte sich als entscheidend für die Koalitionsverhandlungen in der Region erweisen.

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