Dorothea Haller-Laible erhält Kasachstans höchsten Freundschaftsorden für ihr Lebenswerk
Nadeschda HolzapfelDorothea Haller-Laible erhält Kasachstans höchsten Freundschaftsorden für ihr Lebenswerk
Dorothea Haller-Laible erhält eine der höchsten Auszeichnungen Kasachstans
Dorothea Haller-Laible, eine angesehene Logistikunternehmerin und Ehrenkonsulin Kasachstans in Deutschland, ist mit einer der höchsten Ehrungen des Landes ausgezeichnet worden. Der Orden der Freundschaft (Dostyk) erster Klasse wurde ihr im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Stuttgart überreicht. Die Auszeichnung würdigt ihr jahrzehntelanges Engagement zur Stärkung der Beziehungen zwischen beiden Nationen.
Die Verleihung fand in der Staatsgalerie Stuttgart statt und wurde von hochrangigen Gästen aus Politik, Diplomatie und Wirtschaft begleitet. Unter den Anwesenden waren Vertreter der Landesregierung Baden-Württembergs, der Deutsch-Kasachischen Gesellschaft sowie langjährige Wegbegleiter Haller-Laibles. In ihren Ansprachen hoben Botschafter Kairat Sarybay, Prof. Dr. Wolfgang Schuster und Iris Rosenbauer ihre Verdienste besonders hervor.
Haller-Laibles Karriere umfasst Wirtschaft, Diplomatie und gesellschaftliches Engagement. 1969 gründete sie die Haller KG, die sie zu einem internationalen Logistikunternehmen mit 120 Mitarbeitenden ausbaute. Darüber hinaus übernahm sie Führungspositionen im Bund der Deutschen Unternehmer, im Bund der Steuerzahler und bei der Volksbank Stuttgart. Zudem wirkte sie als Handelsrichterin am Landgericht Stuttgart.
Ihre Ernennung zur Ehrenkonsulin 2005 markierte einen Wendepunkt in den deutsch-kasachischen Beziehungen. Während ihrer Amtszeit stieg der bilaterale Handel zwischen Baden-Württemberg und Kasachstan von 150 Millionen Euro auf über 1,2 Milliarden Euro bis 2024. Schlüsselsektoren wie Maschinenbau, Automobilindustrie und erneuerbare Energien profitierten von der verstärkten Zusammenarbeit. Ihr Konsulat trug maßgeblich zur Gründung des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrats 2010 bei und ermöglichte über 100 Joint Ventures, darunter Partnerschaften zwischen Bosch und KazMunayGas.
Haller-Laible initiierte zudem kulturelle und wirtschaftliche Austauschprogramme, darunter Wirtschaftsforen, Delegationsreisen und gemeinnützige Projekte in Baden-Württemberg. Bei der Verleihungsfeier trat das kasachische Ensemble "Orda" aus Burabai auf, das traditionelle Kui-Klänge, Volkslieder und moderne Kompositionen präsentierte. Botschafter Sarybay stellte die einzelnen kasachischen Instrumente vor und gab dem Publikum so einen Einblick in das musikalische Erbe des Landes.
Die Auszeichnung mit dem Dostyk-Orden unterstreicht Haller-Laibles zentrale Rolle bei der Vertiefung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland. Ihr Wirken hat zu engeren Handelsbeziehungen, unternehmerischen Kooperationen und einem besseren gegenseitigen Verständnis beigetragen. Die Veranstaltung zeigte zudem die kasachische Kultur und festigte die Verbindungen, die sie in über 20 Jahren mitaufgebaut hat.






