Dritte Silvesterattacke auf Teterower Apotheke – wer steckt dahinter?
Antonio SchleichDritte Silvesterattacke auf Teterower Apotheke – wer steckt dahinter?
Apotheke in Teterow zum dritten Mal durch Silvesterknallerei beschädigt
Die Rats-Apotheke in Teterow, im Besitz von Armin Noeske, ist in der Silvesternacht bereits zum dritten Mal durch rücksichtslose Feuerwerksattacken beschädigt worden. Unbekannte Randalierer schossen vom Marktplatz aus Pyrotechnik auf das Gebäude. Der Vorfall reiht sich in eine Serie wiederholter Angriffe auf die Apotheke in den vergangenen zehn Jahren ein.
Bei dem jüngsten Vorfall entstand sichtbarer Schaden an der Fassade: Der beleuchtete Buchstabe "R" des Schilderns wurde zerstört, das "A" über der Straße komplett demoliert. Brandspuren ziehen sich über die Außenwände und Schaufenster, die Reparaturkosten dürften sich auf mehrere tausend Euro belaufen.
Noeske geht von einer gezielten Attacke aus. Zeugen berichten von etwa zehn vermummtem Personen, die gezielt Feuerwerkskörper auf das Gebäude abgefeuert hätten. Trotz der wiederkehrenden Vorfälle verzichtet er darauf, die Apotheke zu verbarrikadieren oder Überwachungskameras anzubringen – mit der Begründung, dass sich das Gebäude in einem öffentlichen Platz befinde.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Rats-Apotheke betroffen ist: 2017/18 traf eine fehlgeleitete Rakete das Dach, ein Jahrzehnt zuvor löste ein Feuerwerkskörper sogar einen Brand im Inneren aus. Auch andere Apotheken waren bereits Ziel ähnlicher Angriffe, etwa die Pommern-Apotheke in Berlin, die im vergangenen Jahr durch einen Mörserknaller schwer beschädigt und anschließend geplündert wurde.
Anders als sein Vater, der die Apotheke während der Feierlichkeiten stets verbarrikadierte, setzt Noeske diesmal auf seine Glasversicherung, um die Kosten zu decken. Allein die Reparatur der Leuchtschrift könnte rund 6.000 Euro kosten.
Die wiederholten Vorfälle zeigen die Risiken, denen Unternehmen an Silvester ausgesetzt sind. Noeske will die Schäden über die Versicherung regulieren lassen, lehnt aber zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen ab. Trotz der anhaltenden Vandalismusgefahr bleibt die Apotheke für Kunden geöffnet.






