Ehrenamt in Hünfeld: Steuerregeln 2026 und Tipps für Vereine im Fokus
Nadeschda HolzapfelEhrenamt in Hünfeld: Steuerregeln 2026 und Tipps für Vereine im Fokus
Hünfelds fünfter Ehrenamts-Infoabend im Lokomotivschuppen
In Hünfeld fand kürzlich der fünfte Infoabend für Ehrenamtliche im historischen Lokschuppen statt. Die Veranstaltung brachte lokale Engagierte, Organisatoren und Fachleute zu einem Abend des Lernens und Netzwerkens zusammen. Thematisch reichte das Spektrum von finanziellen Regelungen für gemeinnützige Vereine bis hin zu den aktuellen Steueränderungen, die Verbände betreffen.
Den Hauptvortrag des Abends hielt Sandra Oechler, Steuerberaterin und Diplom-Kauffrau, die in einem 90-minütigen Referat die Buchführung für Non-Profit-Organisationen erläuterte. Sie erklärte, wie Vereine ihre Finanzunterlagen in ideelle und wirtschaftliche Tätigkeiten trennen müssen. Besonders betonte Oechler, dass gemeinnützige Organisationen ihre satzungsgemäßen Ziele einhalten müssen, um ihren Steuerbefreiungsstatus nicht zu gefährden.
Ein zentrales Thema waren die neuen Steuerregeln ab 2026: Die Ehrenamtspauschale steigt auf 960 Euro pro Jahr, während der steuerfreie Übungsleiterfreibetrag auf 3.300 Euro jährlich angehoben wird. Oechler machte deutlich, dass Vereine nur dann Steuern auf wirtschaftliche Aktivitäten zahlen müssen, wenn ihr Jahresumsatz 50.000 Euro übersteigt.
Auch Julia Schröder vom Landkreis Fulda war vor Ort und stellte die Initiative „Treffpunkt Aktiv“ vor. Sie präsentierte die Ehrenamtsangebote des Landkreises und erläuterte, wie lokale Organisationen davon profitieren können. Nach den Vorträgen klang der Abend bei Würstchen, kühlen Getränken und lockeren Gesprächen aus.
Die Veranstaltung bot klare Einblicke in steuerliche Neuerungen und finanzielle Best Practices für Vereine. Die Teilnehmer nahmen praktisches Wissen zu Vereinsfinanzen und Compliance mit – und der Abend stärkte zudem den Zusammenhalt in Hünfelds Ehrenamtscommunity.






