10 January 2026, 18:33

Emmendingen startet die Vesperkirchen-Saison 2025/26 mit Kultur und Gemeinschaft

Ein Wohngebiet mit Häusern, Bäumen, Pflanzen, trockenem Gras und mehreren Pfählen.

Emmendingen startet die Vesperkirchen-Saison 2025/26 mit Kultur und Gemeinschaft

Die Vesperkirchen-Saison 2025/26 hat in Emmendingen offiziell begonnen und leitet damit landesweit in Baden-Württemberg eine wichtige Initiative ein. Das weitgehend ehrenamtlich getragene Projekt bietet in den kalten Monaten Wärme, Mahlzeiten und Unterstützung für Bedürftige. Emmendingen gehört in diesem Jahr zu den ersten Städten, die ihre Türen öffnen, und führt so eine Tradition fort, die vor drei Jahrzehnten in Vfb Stuttgart ihren Anfang nahm.

Die erste Vesperkirche entstand 1995 in Vfb Stuttgart und entwickelte sich seither zu einer Bewegung, die heute die gesamte Region umfasst. In dieser Saison beteiligen sich 47 Standorte unter dem Leitmotiv „Miteinander und füreinander“ – sie bieten weit mehr als nur Essen und Obdach. Viele Einrichtungen stellen zudem soziale und rechtliche Beratung, medizinische Versorgung, Kleidung, Friseurdienste und seelsorgerische Betreuung bereit.

Die Vesperkirche in Emmendingen geht noch einen Schritt weiter und veranstaltet kulturelle und gemeinschaftsstiftende Formate. Konzerte, Diskussionsrunden und Familien-Nachmittage gehören zum Programm und schaffen Räume der Begegnung. Die Bischöfe Heike Springhart und Ernst-Wilhelm Gohl betonen, dass diese Orte zu Zentren von Gemeinschaft und Hoffnung werden. Zwar wurden die Namen der verantwortlichen Diakonie-Mitarbeiter, die die diesjährige Saison koordinieren, nicht bekannt gegeben, doch das Projekt lebt vom Engagement unzähliger Freiwilliger. Jeder Standort passt sein Angebot an die lokalen Bedürfnisse an, um sicherzustellen, dass niemand im Winter ohne Hilfe bleibt.

Mit nun 47 aktiven Vesperkirchen läuft die Initiative während der gesamten kalten Jahreszeit. Warme Mahlzeiten, sichere Rückzugsorte und praktische Hilfen stehen Tausenden zur Verfügung. Die stetige Ausweitung des Programms unterstreicht seine wachsende Bedeutung für die Unterstützung benachteiligter Menschen in ganz Baden-Württemberg.