Erste Landesversammlung der Gemeinschaftswälder
Erstes Landestreffen der Bürgerwälder
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- November 2025
Schlagwörter: Investitionen, Haus-und-Garten, Technologie, Sport
Kleinprivatwaldbesitzer in Baden-Württemberg erhalten durch ein Pilotprojekt neue Unterstützung, das die Bewirtschaftung ihrer Wälder verbessern soll. Die Initiative „Dialog zu neuer Förderung für Waldbesitzer“ (DIANA) wird in vier Landkreisen eingeführt, um diesen Grundeigentümern zu helfen, sich an den Klimawandel anzupassen. Viele von ihnen kämpfen mit Herausforderungen wie räumlicher Distanz zu ihren Flächen oder begrenztem Fachwissen – hier gewinnen gemeinsame Lösungen zunehmend an Bedeutung.
Über 150.000 Hektar Wald im Land gehören Kleinstbesitzern, die jeweils weniger als fünf Hektar besitzen. Zusammen machen diese Flächen mehr als zehn Prozent der gesamten Waldfläche Baden-Württembergs aus. Doch manche Eigentümer tun sich mit der praktischen Bewirtschaftung schwer, sei es wegen fehlender Kenntnisse oder einer fehlenden persönlichen Bindung zu ihren Wäldern.
Die gemeinsame Waldbewirtschaftung bietet hier einen Ausweg. Durch den Zusammenschluss von Ressourcen können Besitzer Kosten sparen, Wissen teilen und nachhaltige Praktiken sicherstellen. Dieser Ansatz stärkt zudem die Klimaresilienz und hilft Wäldern, sich zu Mischwäldern zu entwickeln, die besser an veränderte Bedingungen angepasst sind. Die Tradition der Bürgerwälder ist in der Region tief verwurzelt – bereits rund 80 Organisationen bewirtschaften Wälder genossenschaftlich. Beim Ersten Landestreffen der Bürgerwälder kommen nun Akteure unter dem Motto „Gemeinsam Wald bewirtschaften – und mehr“ zusammen. Die Veranstaltung stellt innovative Modelle vor, die die künftige Forstpolitik prägen könnten. Fachleute betonen, dass freiwillige Zusammenarbeit zum Grundpfeiler der Landesstrategie werden sollte, um Potenziale für die Kreislaufwirtschaft und den Klimaschutz zu erschließen.
Das DIANA-Projekt und der Vorstoß für kollektive Bewirtschaftung zielen darauf ab, Kleinwaldbesitzer in Baden-Württemberg zu stärken. Angesichts wachsender Klimaherausforderungen könnten diese Maßnahmen helfen, die Wälder zu schützen und gleichzeitig die lokale Wirtschaft zu fördern. Nun geht es darum, die Zusammenarbeit auszubauen und diese Modelle langfristig in der Politik zu verankern.