Erzählcafé in Villingen-Schwenningen sucht Erinnerungen an NS-Zwangsarbeit
Wenzel WeinholdErzählcafé in Villingen-Schwenningen sucht Erinnerungen an NS-Zwangsarbeit
Erzählcafé in Villingen-Schwenningen: Erinnerungen an NS-Zwangsarbeit gesucht
In Villingen-Schwenningen findet ein Erzählcafé statt, das sich mit der Geschichte der Zwangsarbeit während der NS-Zeit auseinandersetzt. Die kostenlose Veranstaltung am Samstag, 31. Januar 2026, lädt die Öffentlichkeit ein, Erinnerungen, Geschichten und Fotos aus dieser Zeit zu teilen. Sie ist Teil eines größeren Projekts, das lokale Bezüge zum Nationalsozialismus und zum Zweiten Weltkrieg untersucht.
Das Erzählcafé findet von 14 bis 17 Uhr im Carl-Haag-Saal der Stadtbibliothek Villingen-Schwenningen (Muslenplatz, Stadtteil Schwenningen) statt. Die Organisatoren bitten um vorige Anmeldung per E-Mail an Lisa Schank ([email protected]), um die Planung zu erleichtern – eine Teilnahme ist aber auch ohne Anmeldung möglich.
Die Veranstaltung ist ein Baustein des Projekts «Heimatgeschichte International» (Lokale Geschichte, globale Verbindungen), das sich mit der Dokumentation von Zwangsarbeit unter dem NS-Regime in Villingen-Schwenningen befasst. Ziel ist es, persönliche Berichte und historisches Material von Überlebenden, ihren Angehörigen und lokalen Zeitzeugen zu sammeln. An dem Projekt wirken Schulen, Hochschulen und das Uhrenindustriemuseum mit. Gefördert wird es vom Programm «YOUTH erinnert lokal».
Auf Basis der Recherchen entsteht eine Ausstellung sowie eine digitale Plattform, die im Juli 2026 im Uhrenindustriemuseum eröffnet werden sollen.
Die Veranstaltung am 31. Januar bietet der Bevölkerung die Möglichkeit, aktiv zur historischen Aufarbeitung beizutragen. Die gesammelten Geschichten und Materialien fließen in die geplante Ausstellung und das Online-Archiv ein. Alle, die Erinnerungen oder Dokumente aus dieser Zeit besitzen, sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.