20 June 2026, 20:14

EU-Digital-Identity-Wallet: Revolution oder Risiko für 2027?

Identifizieren, überwachen, kontrollieren: Die EU plant die digitale Identität

EU-Digital-Identity-Wallet: Revolution oder Risiko für 2027?

Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem, um die Identitätsprüfung in allen Mitgliedstaaten zu vereinfachen. Die EU-Digital-Identity-Wallet soll Bürgern, Einwohnern und Unternehmen einen sicheren und benutzerfreundlichen Zugang zu Online-Diensten ermöglichen. Der Start ist für Januar 2027 geplant, wobei alle Mitgliedstaaten eine standardisierte Version einführen werden.

Die Wallet baut auf dem bestehenden deutschen elektronischen Identitätssystem auf. Sie wird lokale, regionale und bundesweite Behörden integrieren, um eine einheitliche digitale Identität für Altersprüfungen und Identitätsnachweise zu schaffen. Nutzer können ihre Identität sowohl online als auch offline bestätigen, Dokumente digital verwalten und behalten die Kontrolle über ihre persönlichen Daten.

Eine im April vorgestellte Altersprüfungs-App soll künftig mit der Wallet verknüpft werden. Kurz nach ihrer Präsentation durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gelang es IT-Sicherheitsexperten jedoch, die App zu hacken.

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Die EU fördert zudem die Verschlüsselung der Wallet, treibt aber gleichzeitig Maßnahmen zur Chat-Kontrolle wie das Client-Side-Scanning voran. Datenschützer warnen, das System könnte eine Massenüberwachung ermöglichen. Zwar ist die Nutzung zunächst freiwillig, doch mit dem Rückgang des Bargelds und den Plänen für einen digitalen Euro könnte sich die Verbreitung erhöhen.

Die EU-Digital-Identity-Wallet wird 2027 mit einheitlichen Standards in allen Mitgliedstaaten eingeführt. Sie verspricht sichere Identitätsprüfungen, steht aber bereits wegen Sicherheitsbedenken und Datenschutzprotesten in der Kritik. Ihre Nutzung könnte zunehmen, sobald digitale Zahlungen und Dienstleistungen weiter verbreitet sind.

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