06 January 2026, 17:16

FDP-Chef Dürr fordert Verdopplung der Grundschulausgaben in Deutschland

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, wobei ein Mädchen in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht; dahinter ist eine Umzäunung zu sehen, die mit einem Schopf bekrönt ist, der mit Ballons geschmückt ist.

FDP-Vorsitzender Dürr fordert Verdopplung der Grundschulförderung - FDP-Chef Dürr fordert Verdopplung der Grundschulausgaben in Deutschland

Deutschland sollte seine Ausgaben für Grundschulen verdoppeln, fordert Christian Dürr, Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP). Er schlägt vor, die Investitionen von derzeit 0,75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,5 Prozent zu erhöhen. Ziel der Initiative sei es, Kindern "die bestmögliche Bildung von Anfang an" zu bieten.

Als Vorbild nannte Dürr Norwegen und Dänemark, die deutlich mehr in die Grundschulbildung investieren. Norwegen gibt 2,0 Prozent seines BIP für die Primarstufe aus, Dänemark 1,5 Prozent. Deutschland liegt mit insgesamt 4,6 Prozent des BIP für öffentliche Bildungsausgaben insgesamt zwar höher, doch der Anteil für Grundschulen bleibt deutlich geringer.

Der FDP-Chef betonte, dass die geplante Aufstockung der Mittel keine Belastung für den Haushalt darstellen würde. Die zusätzlichen Kosten ließen sich seiner Meinung nach durch nur einen Zwanzigstel der Sondervermögen des Bundes decken. Mit dem Vorhaben würde Deutschland das aktuelle dänische Niveau erreichen. Dürr unterstrich zwar die Bedeutung der frühen Bildung, konkretisierte jedoch nicht, wie die zusätzlichen Gelder eingesetzt werden sollen.

Würde der Vorschlag umgesetzt, stiege Deutschlands Grundschulbudget auf 1,5 Prozent des BIP – und läge damit auf dänischem Niveau, aber weiterhin unter dem Norwegens. Die Finanzierung soll aus bestehenden Bundesreserven erfolgen, ohne neue Steuern oder größere Haushaltskürzungen.